Wittenberge in der Prignitz

Wittenberge, die Prignitzstadt im Nordwesten Brandenburgs, grüßt seine Besucher schon aus der Ferne mit ihren charakteristischen Türmen. Die Stadt an der Elbe kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Wittenberge wurde 1226 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt im Jahre 1300 das Stadtrecht. In den folgenden Jahrhunderten fiel die Stadt mehreren verheerenden Bränden und Elbdeichbrüchen zum Opfer. Doch Wittenberge erholte sich wieder und nahm ab dem frühen 19. Jahrhundert durch die einsetzende Industrialisierung einen deutlichen Aufschwung. Nach dem Bau der Ölmühle und der Seifenfabrik wurden auch der Elbkanal (1835) und wichtige Eisenbahnlinien (1846) fertiggestellt. Ab 1903 wurden in Wittenberge die berühmten Singer-Nähmaschinen bis 1945 hergestellt, die Produktion wurde später in der DDR weitergeführt. In den 80er Jahren entwickelte sich das Nähmaschinenwerk Wittenberge zur modernsten Nähmaschinenfabrik der Welt. Mit der Wiedervereinigung wurden die meisten Fabriken der Stadt jedoch geschlossen. Im Jahre 2000 feierte die Stadt ihr 700-jähriges Bestehen. Heute besteht Wittenberge aus den Ortsteilen Garsedow, Hinzdorf, Bentwisch, Lindenberg, Schadebeuster, Lütjenheide und Zwischendeich. Sie verfügt neben einem Elbhafen und dem Fernbahnhof auch über ein Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn.

Wittenberge hat viele historische und touristische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Stadt ist vor allem berühmt für ihre vielen Türme wie den Singer Uhrenturm, der die zweitgrößte Turmuhr Europas trägt. Außerdem prägen der Bleistiftturm an der evangelischen Kirche, die Kuppel des Rathausturms, der gewaltige Wasserturm und der Steintorturm das Stadtbild. Nicht ohne Grund trägt Wittenberge den Beinamen „Stadt zwischen Turm und Strom“. Weitere historisch interessante Bauwerke sind das neobarocke Rathaus, der alte Bahnhof mit dem großen Speisesaal aus der Gründerzeit, das im Jugendstil errichtete „Haus der vier Jahreszeiten“ und die Gropiussiedlung im Norden der Stadt. Im ältesten Wohnhaus von Wittenberge, der Alten Burg, befindet sich das Stadtmuseum.

Wittenberge ist weiterhin berühmt für seine Elblandfestspiele, die in Form von Freilichtoperetten und -musicals durchgeführt werden. Ihre Vielseitigkeit bewies die Stadt außerdem in der Vergangenheit auch als ein beliebter Drehort von Filmproduktionen. Wittenberge verfügt über sehr gute Verkehrsanbindungen und kann nicht nur mit dem Auto oder Zug, sondern auch mit dem Rad oder Boot besucht werden. Das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe bietet die besten Voraussetzungen für einen erholsamen Ausflug. Über die vielfältigen kulturellen und touristischen Möglichkeiten in Wittenberge kann man sich ausführlich auf der Homepage der Stadt oder direkt in der Stadtinformation im Festspielhaus am Paul-Lincke-Platz informieren.

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