Wensickendorf

Wensickendorf ist ein Angerdorf wie es typisch ist in der Mark. Es gehört seit dem Jahr 2003 zur Stadt Oranienburg (Ortsteil Wensickendorf) und hat heute rund 1000 Einwohner. Es ist letzten Ort im Landkreis Oberhavel bevor auf der Bundesstraße 273 der Landkreis Barnim erreicht wird.

Wensickendorf sticht hervor. Das Dorf kann auf eine 650 jährige Geschichte zurückblicken. Die Feldsteinkirche von Wensickendorf wurde im Jahr 1438 errichtet und bestimmt auch heute noch den Dorfanger. Das mit einer flachen Decke versehene Kirchenschiff endet auf der Ostseite in einen hölzernen Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert, der mit der 1961 gebauten Kanzel verbunden ist.

Vor der Kirche befindet sich ein steinerner Obelisk zum Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs. Dort ist ausserdem das Rathenow Grab (Georg Rathenow 1894–1914, Emil Rathenow 1863–1934, Auguste Rathenow 1870–1945) zu finden.

Urkundlich erwähn wurde Wensickendorf im Jahr 1350. Im 15. und 16. Jahrhundert gehörte Wensickendorf dem Adelsgeschlecht Arnim und wurde Teil des Amtes Biesenthal, bis es 1651 zu Bötzow, dem späteren Oranienburg, zugeschlagen wurde.

Im Dorf befindet sich ein historischer Gasthof. Die Frau des großen Kurfürst Friedrich Wilhelm, Louise Henriette, selbst soll im Jahr 1652 das ursprüngliche Haus – den Dorfkrug in Wensickendorf – als eine Art Treffpunkt für Bauernfamilien und Handwerker angeregt haben. Von diesem Dorfkrug zeugen die Grundmauern des „Landhotel Classic“. Im Jahre 1701 fand der Krüger (norddt. Schankwirt) mit dem Schenkkrug (vorher Dorfkrug) wieder in der Historie Wensickendorfs Erwähnung.
Ab 1884 war das Gebäude des heute bekannten Landhotel Classic eine Ausspann – Station für Pferdefuhrwerke. Ein Wandbild im Eingang zeugt von dieser Nutzung des Gebäudes.

Durch die Einrichtung einer Bahnstation der 1901 durch die Niederbarnimer Eisenbahn-Gesellschaft (NEB) geschaffenen Heidekrautbahn kam zum Beginn des 20. Jahrhundert Ausflügler in den Ort.

Sowohl am nördlichen als auch am südlichen Ufer des Rahmer Sees ließen sich zum Anfang des 20. Jahrhunderts bekannte Künstler wie Karl Zuckmeyer und Rudolf Platte nieder.

Damals wie heute ist die alte Wensickendorfer Försterei ein beliebtes Ausflugsziel. Das hundertjährige Anwesen ist in einem guten Zustand und bietet einen Ausschank. Die Ausflugsgaststätte „Rahmer See“ liegt zwischen Wensickendorf und dem Ort Wandlitz, nur drei Minuten von der Badestelle am Rahmer See entfernt.

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