Störche in Brandenburg

Von allen deutschen Bundesland ist Brandenburg das mit den meisten Storchenpaaren. Der Weißstorch ist einer der bekanntesten Vögel. Zu sehen ist er fast überall: Auf Kirchengiebeln, ausgedienten Schornsteinen und speziell erbauten Pfählen. In der Nähe von Neuruppin findet sich sogar ein bekanntes Storchennest auf einem ausrangierten Trabbi. Auch auf Wiese und Feld sieht man sie häufig und schon mancher Autofahrer hat schon einen der großen Vögel im Tiefflug vor seinem Heck beobachten können.

Storchennester

Störche in BrandenburgStorchenpaare sind ihrem Nest treu. Sie kehren, wenn möglich, in jedem Frühjahr zu „ihrem“ Nest zurück. Das bestehende Nest wird dann ausgebessert und mit einer Schicht frischen Nistmaterials aufgestockt und mit einer Polsterschicht aus Moos, Gras und Federn ausgelegt. Die Nester wachsen somit im Laufe der Jahre und können bis zu 4 Meter hoch mit einem Durchmesser von bis zu 2 Metern gelangen. Dabei können sie bis zu 2 Tonnen wiegen.
Da einige Gebäude mit solchen Gewichten Schwierigkeiten bekämen, wird in den Wintermonaten, während die Störche im Süden weilen, meist ein Teil des Nistmaterials abgetragen.

Steht dem Storchenpaar kein Nest aus dem Vorjahr zur Verfügung, wird ein neues Nest gebaut. Für diese einfache Version bracht das Storchenpaar etwa 7 Tage.

Was fressen Störche?

Störche ernähren sich non Kleinsäugetieren wie Mäusen, von Schnecken, Regenwürmern, Fröschen, Schlangen und Reptilien. Manchmal auch von Aas.

Ungefähr 500 Gramm benötigt ein Storch am Tag, die ausgewachsenen Tiere können aber auch mehrere Tage ohne Nahrung auskommen.

Anders sieht es bei den Jungtieren aus. Während der Aufzucht müssen die Storcheneltern bis zu 1200 Gramm pro Jungtier und Tag herbeischaffen.

Stöche findet man häufig auf frisch gemähten Feldern und sogar unmittelbar den Mähmaschinen folgend. Hier finden Sie ideale Bedingungen, denn Kleintiere werden kommen dann aus ihrem Unterschlupf. Oft lauert ein Storch aber auch direkt vor einem Mauseloch.

Warum klappern Störche?

Die Stimme des Weißstorchs ist nur schwach ausgeprägt. Das Klappern dient dem Storch daher zur Verständigung. Aus diesem Umstand entstand auch der Begriff „Klapperstorch“.

Das Klappern der Störche kann sehr unterschiedlich sein. Legt der Storch beim Klappern den Kopf in den Nacken bedeutet dies eher Abschreckung von potentiellen Feinden. Klappert der Storch nach vorne, ist das eher Ausdruck der Freude.

Storchenväter

„Storchenväter“ werden Menschen genannt, die sich aufopferungsvoll und fast ausnahmslos ehrenamtlich um die Storche in ihrer Region kümmern. Zu ihren wichtigsten Aufgaben eines Storchenvaters gehört die Pflege der Nester, so wie die Bereitstellung neuer Nistplätze.

Der Naturschutzbund Deutschland betreibt in Brandenburg vier Storchen-Informationszentren: In Rühstädt, Linum, Vetschau und Rathsdorf.
Viele Gemeinden kokettieren mit dem Image eines „Storchendorfes“. So zum Beispiel das Storchendorf Linum, in dem bis zu 18 Storchennetzer jährlich besetzt sind.

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