Spuk im Wald Brieselang

In einem Wald in Brieselang soll es spuken. Ein Licht – wahlweise auch mehrere – wurden gesichtet. Auch rätselhafte Geräusche und Stimmen wurden vernommen und unklar ist ob es sich um den Geist eines Mädchens, einen Dämon, um „den Leuchter“ – einen verwirrten Brieselanger – oder sogar um verschiedene Spukgestalten handelt.

Der Brieselang ist eines der ältesten Waldgebiete Brandenburgs. Westlich von Spandau gelegen wurde das Gebiet bereits von Theodor Fontane beschrieben.

Der Brieselang ist eine schwindende Macht, an Terrain verlierend wie an Charakter, aber auch noch im Schwinden ehrwürdig, voll Zeichen alter Berühmtheit und alten Glanzes.“ (Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg)

Die ersten Zeitungsartikel über den Lichterspuk im Brieselanger Wald gehen auf 1986 zurück, als die MAZ berichtete.

Es gibt einige Berichte, nach denen Leute im Wald gleichzeitig mit dem Auftreten der Lichter, die mal als grün und als Weiß beschrieben werden, durch die Stimme eines Mädchens vor dem weitergehen in Richtung des Lichtes gewarnt wurden.

Normalerweise werden aber nur die Lichter gesehen. „Eigentlich zu hell für normale Irrlichter“ berichtete ein Augenzeuge. Dazu seien viele Geräusche zu hören, „die könnten aber tatsächlich von Tieren oder von anderen Besuchern im Wald stammen“.

Früher war von geheimen Experimenten der Russen die Rede – Gase die aus dem Boden aufsteigen und sich nachts entzünden waren im Verdacht.
Eine weitere Theorie erzählt von einem ermordeten und/oder vergewaltigten Mädchen das nun im Wald spukt – eine um so erstaunlichere Geschichte, als dass in den Aufzeichnungen der Region keine toten oder vermissten Mädchen zu finden sind. Eine Erweiterung der Mädchen-Theorie ist, dass es deren Mutter (wahlweise auch der Vater) sei, deren Geist mit einer Lampe auf der Suche nach ihrem Kind sei.
Und als ob das nicht schon reichen würde – es könnte auch ein wahnsinniger Brieselanger sein, der aus einer Irrenanstalt floh und nun als „Der Leuchter“ sein unwesen treibt.

So ganz scheint man sich hier also noch nicht geeinigt zu haben. Und auch brauchbare Foto-, Film- oder Tonaufnahmen gibt es bislang noch nicht.

Klar ist, dass viele Spuk-Freunde den Wald aufsuchen. Mittlerweile haben viele Medien über den Spuk-Wald von Brieselang berichtet [1]. Polylux (ORB), Brandenburg Aktuell, TV.Berlin haben Fernsehberichte produziert. Des nachts – vor allem an Wochenenden – tappen mehrere Hobby-Geisterjäger durch den vermeintlichen Spukwald. Ein Anwohner bietet bereits geführte Touren an. Durch die vielen nächtlichen Besucher sind bereits beachtliche Schäden an der Vegetation entstanden und ein Rückgang des Wildbestandes ist ebenfalls zu verzeichnen. Die Oberförsterei Finkenkrug benachrichtigt auch schonmal die Polizei, wenn es die Besucher zu bunt treiben.

Gut möglich ist es, dass die Grusel-Touristen gegenseitig auf die Lichter ihrer Taschenlampen starren. Autoscheinwerfer sind ein weiteres Lösungsangebot. Auch Glühwürmchen, Moorgase und fluoreszierende Baumpilze liegen gut im Rennen bei der Suche nach den Geistern von Brieselang.

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