Schloss Rühstädt

Das Dorf Rühstädt befand sich früher im Burgbezirk von Nitzow des Bistums Havelberg. Im Jahr 1384 wurden die Herren von Quitzow vom Bischof von Havelberg Dietrich II. von Man mit diesem Dorf belehnt. Die Quitzows besaßen bis 1719 die Burg und das Dorf mit der dazugehörigen Elbfähre.

Friedrich Wilhelm I belehnte 1719 Generalfeldmarschall Friedrich Wilhelm von Grumbkow mit dem Rittergut Rühstädt. Dieser ließ zum noch im selben Jahr einen Sandsteinobelisk, den sogenannten “weiße Turm”, am Ende der Mittelachse des Schlossparks errichten. Er steht noch an selber Stelle und wurde im Jahr 2006 restauriert.

Im Jahr 1780 wurde das Gut von der Familie von Jagow erworben. Es brannte aber im gleichen Jahr ab. Das Schloss wurde im Rokoko-Stil, der Form wie wir es kennen, zwei Jahre später auf den Grundmauern neu errichtet. Das Schloss blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Jagow.

Zu DDR-Zeiten war Schloss Rühstädt ein Altersheim.

Die Familie Glass erwarb das Schloss im Jahre 2000. Insgesamt werden durch die Familie, die ihre Wurzeln in Rumänien hat, drei Hotels betrieben. Für diese wurden Schlösser bzw. Herrenhäuser umgebaut. Neben Rühstädt sind die das Wellnesshotel Legde und das Schlosshotel Bantikow. Das Schlosshotel Ledge war dabei das erste der Kette, das Durch Kurt Glass in den 90er Jahren übernommen wurde.

In den Jahren 2000 bis 2002 wurde Schloss Rühstädt zum Schlosshotel umgebaut. Im Jahr 2002 wurde das Hotel eröffnet. Im Schloss sind nun 15 Gästezimmer und ein Wellnessbereich eingerichtet.

Kurt Glass und seine Tochter Diana betreiben das Schloss in der Form einer GbR (Kurt und Diana Glass GbR). Die Tochter leitet das Hotel in Rühstädt.

Den Kapitalbedarf konnte Kurt Glass durch Einnahmen aus den von ihm entwickelten und patentierten Estrichzusatzstoffen decken.

Im Jahr 1960 gründete die Kurt Glass GmbH in Welzheim, die heute Zweigbetriebe u.a. in Feldkirch, Quitzöbel und Hartheim hat und im Jahr 2004 zur AG umfirmierte.

Dem dem Schloss ist der angrenzende Schlosspark mit seinen 200jährigem Baumbestand, dem Sandsteinobelisk, dem Wassergraben, dem Eiskeller und der Grabstätte der Familie Jagow einen
Besuch wert.

Literatur:
Autobiographie von Kurt Glass: Wo liegt Legde?, Books on Demand Gmbh (Taschenbuch – 2000), ISBN: 3898116964.
„Unternehmer Kurt Glass wohnt jetzt in Sigrön, betreibt Hotels und stellt Kosmetikprodukte her“ – Artikel in der MAZ

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Schlösser und Herrenhäuser ,

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