Schloss Meseberg

Das Barockschloss Schloss Meseberg in Brandenburg ist das Gästehaus der deutschen Bundesregierung. Es liegt ungefähr 70 Kilometer nördlich von Berlin in Meseberg. Meseberg ist ein Ortsteil der Stadt Gransee und hat ca. 150 Einwohner. Direkt am Schlossgelände liegt der Huwenowsee. Am See entlang erstreckt sich ein öffentlich zugänglicher Landschaftsgarten mit den Mausoleen der Familien Hövel und Lessing.

Meseberg liegt ca. 70 Kilometer nördlich von Berlin. Es ist ein Ortsteil der Stadt Gransee mit 150 Einwohnern. Geprägt ist Meseberg durch das Schloss, welches Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg als „Zauberschloss“ bezeichnete.

Der Park grenzt direkt an den Huwenowsee, einen gekrümmten Rinnensee, von dem man von Meseberg blickend nur einen kleinen Teil erfassen kann.

Park und Schloss Meseberg wurden im Jahr 1737 durch Herrmann Wartensleben in Auftrag gegeben.
14 Jahre zuvor hatte er Dorothea von der Groeben geheiratet, die das bei einem großen Dorfbrand im Jahre 1720 zerstörte Gut Meseberg mit in die Ehe gebracht hatte. Hermann von Wartensleben hatte kurz nach seiner Heirat schon Schloss Rauschendorf als Wohnsitz errichten lassen. Sein Bruder Friedrich Ludwig hatte 1735, einem Erlass des Königs folgend, mit der Errichtung des Palais Wartensleben am Pariser Platz in Berlin begonnen.

Der Name des Architekten, der in Meseberg an Stelle des alten Herrenhauses das prächtige Schloß errichtete, ist nicht bekannt, wird allerdings im Umkreis des Berliner Oberbaudirektors Philipp Gerlach vermutet. Das Haus und der durch den Gartenarchitekten Münther (Müntherus) angelegt, terrassierte Barockgarten galten zur Erbauungszeit als Konkurrenz zu Rheinsberg.

Zehn Jahre nach dem Tod Wartenslebens wurde das Anwesen 1774 zusammen mit einem weiteren Güterkomplex von dem in Rheinsberg residierenden Prinzen Heinrich von Preußen erworben und im Jahr darauf seinem Günstling Christian Ludwig von Kaphengst (1740–1800) zum Geschenk gemacht. Spätere Besitzer des Gutes waren C.J.L. von Thilau, F.F.H. von Hövel und Carl Robert Lessing (der Herausgeber der Vossischen Zeitung) und dessen Nachfahren. C.R. Lessings, Emma von Gelbke, gab an Theodor Fontane die Geschichte der Baronin Elisabeth von Ardenne weiter und lieferte so die Vorlage für den Roman Effi Briest.

Von allen Besitzern wurde das Schloß nur wenig verändert, ein Teil des Parkes wurde aber mit Wirtschaftsgebäuden bebaut und zum Gutshof umgewandelt. Im Jahre 1945 wurde Schloss Meseberg entschädigungslos enteignet. In den folgenden Jahrzehnten waren im Schloss ein Lebensmittelgeschäft, ein Kindergarten, das Gemeindebüro und andere Einrichtungen untergebracht.

Im Jahr 1995 erwarb die vom Flugzeugingenieur gegründete Messerschmitt Stiftung, die sich dem Denkmalschutz widmet, den verwilderten Park und das baufällige und stark herunter gekommene Schloß, um beides nach denkmalpflegerischen Grundsätzen restaurieren zu lassen und somit für die Nachwelt zu erhalten.

Im Jahre 2006 übergab die Stiftung das Schloss der Bundesregierung – in Person dem damaligen Kanzleramtschef Thomas de Maizière – zur Nutzung als Gästehaus. Erster Gast im Haus war der französische Staatspräsident Jacques Chirac. Weitere Gäste waren der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der italienische Ministerpräsident Romano Prodi, der US-amerikanischen Präsident George W. Bush und der russische Präsident Dmitri Medwedew.

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