Rühstädt

Rühstädt ist ein Dorf in der Prignitz nahe der Stelle, wo Elbe und Havel zusammen fließen und damit am Übergang zu Sachsen-Anhalt. Das Brandenburger Dorf ist umgeben von naturbelassener Landschaft die an das Naturschutzgebiet Elbtalaue grenzt.

Rühstädt ist eines der Storchendörfer Brandenburgs. Im Jahr 1996 wurde dem Dorf durch die Stiftung Europäisches Naturerbe der Titel „Europäisches Storchendorf“ verliehen. Rühstädt gilt als das storchenreichste Dorf Deutschlands mit jährlich bis zu 40 brütenden Storchenpaaren und mehreren einzelnen Storchen („Storchen-Singles“). Geht man durch das Dorf, sieht man hier bis zu bis zu 5 Storchennester auf einem Dach. Auch nistet ein Storchenpaar auf dem alten Wasserturm, dem im Jahr 1991 restaurierten Wahrzeichen Rühstädts.
Wie auch in Linum, Vetschau und Rathsdorf betreibt der Naturschutzbund Deutschland im Ort ein Storchen-Informationszentrum.

Heute hat das Dorf rund 300 Einwohner. in der Zeit zwischen April (Ankunft der Störche aus dem Süden) und August (Die Störche begeben sich wieder auf den Weg Richtung Süden) beherbergt das Dorf viele Touristen. Somit sind die Störche von Rühstädt auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Der Name des Dorfes ist vermutlich auf das Wort „Ruhestätte“ zurück zu führen. Das erscheint schlüssig, auch da in der Krypta der Dorfkirche die Ruhestätte der alten märkischen Ritterfamilie derer von Quitzow zu finden ist.

Der Kern dieser Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde 1722 auf Betreiben von Friedrich Wilhelm von Grumbkow im Barockstil umgestaltet.
Im Jahr 1738 wurde die Orgel von dem bekannten Orgelbauer Joachim Wagner (1690-1749) errichtet. Sophia Charlotte von Grumbkow geb. de la Chevalerie stiftete diese der Gemeinde. Ihr Wappen . ein springendes Pferd – ist noch immer an der Orgel zu betrachten.

Das Dorf lag früher im Burgbezirk von Nitzow des Bistums Havelberg. 1384 wurden die Herren von Quitzow damit vom Bischof von Havelberg Dietrich II. von Man belehnt. Die Quitzows besaßen bis 1719 die Burg und das Dorf mit der dazugehörigen Elbfähre.

Friedrich Wilhelm I belehnte 1719 Generalfeldmarschall Friedrich Wilhelm von Grumbkow mit dem Rittergut Rühstädt. Dieser ließ zum noch im selben Jahr einen Sandsteinobelisk, den sogenannten „weiße Turm“, am Ende der Mittelachse des Schlossparks errichten. Er steht noch an selber Stelle und wurde im Jahr 2006 restauriert.

Im Jahr wurde die Burg 1780 von der Familie von Jagow erworben. Sie brannte aber im gleichen Jahr ab. Das Schloss wurde im Rokoko-Stil, der Form wie wir es kennen, zwei Jahre später auf den Grundmauern neu errichtet. Das Schloss blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Jagow.

Familie Glass hat das Schloss zwischen 2000 und 2002 zum Schlosshotel umgebaut. Im Jahr 2002 wurde das Schlosshotel Rühlstädt eröffnet. Im Schloss sind nun 15 Gästezimmer und ein Wellnessbereich eingerichtet.

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Städte und Dörfer in Brandenburg , ,

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