Preußens Glanz – Potsdam

Potsdam mit seinen unzähligen Schloss- und Parkanlagen war Residenzstadt Preußens und ist die Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg.

Am 03. Juni 993 wird Potsdam zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals war der Name des Ortes noch „Poztupimi“ und wird an jenem Tag der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg von Otto III, König des ostfränkisch-deutschen Reiches geschenkt. Die Lage dieser Ansiedlung wird neben der zerstörten Heilig-Geist-Kirche vermutet, jedoch ist dies nicht bewiesen.

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1536 werden weite Teile der Siedlung verwüstet, danach jedoch wieder neu aufgebaut. Diese Neuausrichtung vergrößert den Ort, Potsdam zählt laut damaligen Aufzeichnungen nach der Neuerrichtung 192 Häuser. Doch das Schicksal schlägt erneut im 30jährigen Krieg zu: Potsdam wird erneut zerstört. Im Jahr 1660 leben in der Stadt nur noch 50 steuerpflichtige Hausbesitzer.

Jahre später erstrahlt Potsdam in neuem Glanz als König Friedrich Wilhelm I eine Garnisonsstadt daraus macht und seinen zweiten Regierungssitz neben Berlin hierher verlegt. Erneut vergrößert sich die Stadt um knapp 100 Hektar Land, Friedrich Wilhelm I. holt holländische Künstler um das Stadtbild zu verschönern. In diesem Jahrhundert beginnt auch der Bau der Heilig-Kreuz-, Garnisons- und Nikolaikirche, deren Türme fortan das Stadtbild prägten.

Friedrich II, der als Friedrich der Große in die Geschichte einging, verlieh der Stadt ihren noch heute vorhandenen Flair. Um das Jahr 1744 machte er Potsdam zu seiner Residenzstadt und begann mit dem Bau des Schloss Sanssouci. Dort versammelte er regelmäßig Könige und andere hochkarätige Persönlichkeiten seiner Zeit, z. B. auch Voltaire. Baumeister wie Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff oder auch Georg Christian Unger schufen die Neuen Kammern, das neue Palais oder auch die Bildergalerie.

Im Jahr 1838 wurde dann die erste Eisenbahnlinie in Betrieb genommen. Züge fuhren nun mit bis zu 15 km/h zwischen Berlin und Potsdam.

Im 19. Jahrhundert hielt dann Napoleon mit seinen Truppen Einzug in Potsdam. Die Stadt wurde Hauptkavalleriedepot der französischen Armee. Es galt Unterkünfte für bis zu 6.000 Soldaten und deren ca. 12.000 Pferde zu finden.

„Der Tag von Potsdam“ gilt als einer der unheilvollsten der Stadt: Am 21. März 1933 schließt Reichskanzler Adolf Hitler mit Reichspräsident Paul von Hindenburg ein Bündnis in der Garnisonkirche Potsdams. Im Jahr 1945 brannte diese Kirche bei den Bombardierungen der alliierten Truppen gänzlich nieder. 1968 wurde die Ruine auf Geheiß des DDR-Regimes gesprengt. Seit 2005 jedoch befindet sie sich im Wiederaufbau und soll zum 500. Jahrestag der Reformation am 31. Oktober 2017 fertiggestellt sein.

Ein Zeitsprung ins Jahr 1989 zeigt dass auch Potsdam von der friedlichen Revolution der Bürger für mehr Demokratie erfasst wurde. Und bereits im Dezember 1989 wurde die Glienicker Brücke wieder für alle Bürger in beide Richtungen – nämlich Osten und Westen – passierbar. Nach der sogenannten „Wende“ im Jahr 1990 wurde Potsdam dann Hauptstadt für das Bundesland Brandenburg. Im gleichen Jahr wurden Schlösser und Parks in Potsdam von der UNESCO als Welterbe deklariert.

Im Jahr 2001 richtete Potsdam die Bundesgartenschau aus. Zahlreiche Menschen kamen, um die wunderschön gestalteten Gartenanlagen zu sehen. Doch auch die Stadt selbst lockte mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie die schon oben genannten Schlösser und Parkanlagen, das holländische Viertel mit den vielen Backsteinhäusern, das russische Viertel Alexandrowska im Norden der Stadt und natürlich auch die Filmstudios Babelsberg. Reizvoll biete sich die Stadt dar. Nicht zuletzt kann sie auch auf ein paar berühmte Stadtkinder zurückgreifen: der Gründer der Humboldt-Universität in Berlin, Wilhelm von Humboldt wurde hier geboren. Aus der neueren Zeit wären zu nennen Wolfgang Joop, der weltbekannte Designer ebenso zu nennen wie „Bürger Lars Dietrich“, ein bekannter Entertainer.

Als Fazit ist und bleibt: Potsdam ist eine der schönsten Städte Deutschlands mit einer mehr als 1000jährigen Geschichte die noch heute greif- und sichtbar ist.

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