Regionen in Brandenburg

Das Barnimer Land

By at Dezember 15, 2013 | 21:43 | Comments

Bernau

Das zum Bundesland Brandenburg gehörende Barnimer Land erstreckt sich nordöstlich von Berlin. Zu den einwohnerstärksten Orten des Barnimer Landes gehören unter anderem Eberswalde (39.000 Einwohner), Bernau (36.000), Wandlitz (21.000), Panketal (20.000) Ahrensfelde (12.500) und Schorfheide (10.000).

Das Barnimer Land mit seinen 700 qkm Mischwald ist vor allem als unmittelbar an die Hauptstadt Berlin grenzendes Naherholungsgebiet bekannt. Sanfte Hügel und ein insgesamt 60 qkm großes Seengebiet mit dem Werbellinsee im Zentrum bestimmen die reizvolle Landschaft. Die großen Barnimer Landschaftsschutzgebiete bieten viel Platz für ausgedehnte Wanderungen und Radtouren. Insgesamt durchziehen fast 2000 km Rad- und Wanderwege die Region, die auch ein Paradies für Wassersportler und Kulturinteressierte ist.

Zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört seit 2011 das etwa 1200 qkm große, von Wäldern, Mooren, Heideflächen, Seen und Feuchtgebieten geprägte Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit der 200 qkm großen, waldigen Schorfheide als Mittelpunkt. Die Funktion der als privilegiertes Jagdrevier lange Zeit preußischen Adel, NS-Anführern und SED-Parteispitzen vorbehaltenen Schorfheide hatte eine weitgehend unberührte Naturlandschaft mit vielfältiger Fauna und Flora zur Folge. Seit 1990 ist das Gebiet der Öffentlichkeit zugänglich. Die Schorfheide gehört unbestritten zu den schönsten Erholungszonen Brandenburgs. Der Tierwelt der Schorfheide kann besonders gut im 1996 gegründeten Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck nachgespürt werden. Auf 105 Hektar Fläche kann der Besucher Tierarten wie Wildschwein, Mufflon, Dam- und Rothirsch, Wisent, Wolf und Wildpferd ganz nahe kommen.

BernauLohnenswert ist auch ein Abstecher in das mit dem Berliner S-Bahn-Netz verbundene 700 Jahre alte Städtchen Bernau bei Berlin. Architektonische Altertümer wie das mittelalterliche Steintor mit dem Hungerturm, die Stadtmauer, das heute als Heimatmuseum dienende Henkerhaus und das aus dem 14. Jahrhundert stammende St.-Georgen-Hospital kontrastieren mit der 1930 im Bauhaus-Stil errichteten Gewerkschaftsschule und der für DDR-Granden gebauten Waldsiedlung Wandlitz. Allsommerlich locken die mehrtägigen Bernauer Hussitenfestspiele mit ihrer spektakulären Zeitreise ins Mittelalter tausende Schaulustige an.

HobrechtsfeldeEine ganz spezielle Art, sich der Natur des Barnimer Landes und gleichzeitig dessen Wirtschaftsgeschichte zu nähern, ist eine Paddel- oder Floßfahrt auf dem Finowkanal. Die auf ein Infrastrukturprojekt des 17. Jahrhunderts zurückgehende 32 km lange Wasserstraße mit ihren zwölf historischen Schleusen, die per Hand bedient werden, zweigt vom Oder-Havel-Kanal ab. Über einen Seitenkanal kann der Werbellinsee erreicht werden. Der heute ausschließlich dem Wassertourismus dienende Finowkanal ist Deutschlands älteste künstliche Wasserstraße, die noch aktiv betrieben wird.

WandlitzDas Barnimer Land lädt mit zahlreichen weiteren touristischen Highlights zum Erholen und zur Entspannung ein. Dazu zählen unter anderem der Hochseilklettergarten in Hobrechtsfelde, das internationale Artistenmuseum Klosterfelde, das Strandbad Wandlitz, der Familiengarten Eberswalde und das Ökodorf Brodowin sowie der Panoramablick vom immerhin 81 m hohen Rummelsberg auf Seen und Wälder.

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Die Uckermark

By at Juli 29, 2012 | 21:08 | Comments

Templin

TemplinDie Uckermark ist eine wunderschöne Naturlandschaft und zugleich auch ein Landkreis in Brandenburg. Namensgeber der Region war der Fluss Ucker, der mit 98 Kilometer Länge heute ein beliebtes Ziel für Paddeltouren ist.

Die Uckermark wurde bereits im siebten Jahrhundert von den Ukranen, einem westslawischen Stamm, besiedelt. Sie betrieben hauptsächlich Bienenzucht, Viehhaltung und Ackerbau. Im zwölften Jahrhundert gelangte das Gebiet in den Besitz einiger Herzöge aus Pommern. Nur wenige Jahre später entstand hier das erste Kloster.

Während des „Dreißigjährigen Krieges“ wurden fast die Hälfte aller Siedlungen und Dörfer der Uckermark zerstört. Erst im 18. Jahrhundert wurde ein erfolgreicher Wiederaufbau verzeichnet und auch mit der Wirtschaft ging es bergauf. Infrastruktur und ärztliche Versorgung konnten wesentlich verbessert werden, der Getreideanbau machte Fortschritte und blieb lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle der Bewohner.

Bootstour TemplinHeute ist die Uckermark vor allem für ihre einzigartige Landschaft bekannt. Hier gibt es mehrere Naturparks, in denen eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten beheimatet ist. Besonders bekannt und beliebt ist der „Naturpark Uckermärkische Seen“, der mehr als 200 Seen, Moore und Bachläufe umfasst. Der Park hat eine Fläche von rund 900 Quadratkilometern und ist Lebensraum für zahlreiche seltene Tiere. Die europäische Sumpfschildkröte, der Fischadler und der Edelkrebs sind nur einige Beispiele dafür. In Templin befindet sich ein modernes Besucherzentrum, das interessierten Gästen einen faszinierenden Einblick in den Naturpark bietet.

Nicht weniger reizvoll ist der „Nationalpark Unteres Odertal“. Zu Fuß oder mit dem Rad lässt sich der Park sehr gut erkunden, es gibt ein ausgedehntes Netz an markierten Wegen sowie drei interessante Lehrpfade. Von einigen Punkten aus bietet sich den Besuchern ein spektakulärer Ausblick auf die einzigartige Umgebung.

BoitzenburgDie Uckermark umfasst mehrere reizvolle Städte und Ortschaften, die einen Besuch wert sind. Verwaltungssitz des Landkreises ist Prenzlau: Die lebhafte Stadt verfügt über zahlreiche historische Bauwerke und ein hervorragendes kulturhistorisches Museum. Auch Templin mit seiner malerischen Altstadt und den vielen kleinen und großen Kirchen ist ein beliebtes Ausflugs- und Reiseziel.

Besonders erwähnenswert ist Angermünde: Das idyllische Städtchen beherbergt unzählige sehenswerte Gebäude und Bauwerke, so beispielsweise den Pulverturm, die Klosterkirche Peter und Paul sowie die Ruine einer ehemaligen Burg. Bei Familien mit Kindern ist vor allem der herrlich angelegte Tierpark beliebt, in dem mehr als 40 Tierarten aus aller Welt leben. Kulturinteressierte Urlauber sollten einen Abstecher nach Schwedt an der Oder unternehmen: Die „Uckermärkischen Bühnen Schwedt“ sind für ihre attraktiven Veranstaltungen überregional bekannt.

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Spreewald Region in Brandenburg

By at Juli 28, 2012 | 17:38 | Comments

Spreewald

Der Spreewald liegt im Südosten von Brandenburg. Durch Sand, der sich am Ende der letzten Eiszeit im Baruther Urstromtal ablagerte, bildete sich ein Flussdelta mit Inseln und einem 16 Kilometer breiten und 75 Kilometer langen Netz aus Seitenarmen und kleinen Kanälen. Das ursprünglich bewaldete und von Elchen und Bären bewohnte Gebiet wurde ab dem Mittelalter durch zusätzliche Kanäle und starke Rodung in Wiesen und Ackerland umgewandelt. Als Folge siedelten sich neue Tiere und Pflanzen an. Das Biosphärenreservat beherbergt aufgrund verschiedener Biotoptypen wie Wald, Äcker, Wiesen, Auen und Moore eine Vielfalt von etwa 18.000 Arten. Zahlreiche seltene und bedrohte Arten wie Fischotter und Seeadler sind in dieser Flusslandschaft zu finden.

Seit dem 6. Jahrhundert ist in der Region das sorbische Volk heimisch, das den Spreewald besiedelte. Die zweisprachigen Ortsschilder zeugen von der dort fest verwurzelten slawischen Minderheit. Sie pflegen bis heute ihre sorbische Sprache und Kultur, bekannt sind besonders die kunstvoll bemalten Ostereier, und veranstalten traditionelle Volksfeste.

In der im frühen Mittelalter entstandenen Stadt Lübbenau entwickelten sich Handel und Gewerbe, etwa Brauereien und Holzverarbeitung. Heute bekannt sind die Spreewälder Gurken.
Durch die Bahnanbindung kamen zunehmend mehr Erholungssuchende in den Ort, vor allem aus Berlin. Bald wurde auch ein Kahnfährhafen gebaut. In den 50er Jahren entstand aufgrund der günstigen Lage am Fluss und der Nähe zu den Braunkohlefeldern ein Kohlekraftwerk. Dadurch zogen viele Bergarbeiterfamilien in die Stadt, die so zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort wurde. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurden jedoch Kraftwerk und Bergbau aufgegeben und viele privatisierte Gurkenfirmen mussten schließen.
Der Tourismus ist heute die Haupteinnahmequelle der Stadt, die am Schnittpunkt von Ober- und Unterspreewald liegt.

Sehenswert sind das klassizistische Schloss aus dem 19. Jahrhundert und die barocke Nikolaikirche aus dem 18. Jahrhundert. Das Spreewaldmuseum informiert über die sorbische Kultur, die mittelalterlichen Innungen und die Geschichte der Region bis in die Neuzeit. Das Freilichtmuseum stellt das Leben im 19. Jahrhundert anhand eines typischen Hofes dar, beispielsweise die Herstellung der Spreewaldgurken, der Heilkräuteranbau und die Fischerei. Außerdem sind Handwerkserzeugnisse aus Korbflechterei und Töpferei, Volkskunst und die verschiedenen sorbischen Trachten zu sehen.

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Das Havelland

By at Juli 28, 2012 | 15:20 | Comments

Sacrow

Das Havelland: die Heimat des Herrn von Ribbeck aus dem bekannten Gedicht von Theodor Fontane ist für ihre natürliche Schönheit und die Gastfreundlichkeit ihrer Bewohner bekannt. Der im Herzen Brandenburgs gelegene und von der Havel, dem längsten rechtsseitigen Nebenfluss der Elbe, umflossene Landkreis zwischen Premnitz im Westen und Oranienburg im Osten hat eine lange Geschichte.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Havellands

Obwohl das Havelland erst am 6. Dezember 1993 als Folge einer Kreisgebietsreform ein eigenständiger Landkreis geworden ist, beginnt die Geschichte der Region bereits an der Wende vom ersten zum zweiten Jahrtausend. Damals war die im Süden des heutigen Landkreises gelegene Stadt Brandenburg an der Havel, die heute gemeinsam mit Potsdam zu den größten und wohl auch bekanntesten Städten des Havellandes zählt, sowie die aus ihr hervorgegangene Mark Brandenburg die einzige größere Siedlung der Region.

Um ca. 929 eroberte der damalige König Heinrich I. die Mark und ließ knapp 20 Jahre später das Bistum Brandenburg gründen, welches damit das erste Bistum östlich der Elbe war. Einige Sakralbauten aus dieser Epoche, wie der Dom St. Peter und Paul, sind auch heute noch zu bewundern. Die Brandenburg selbst, die der Stadt ihren Namen gab, wurde bei den Kämpfen allerdings bis auf die Grundmauern niedergebrannt und existiert daher nur noch auf Bildern.

SacrowIn den folgenden Jahrhunderten blieb die Region von den preußischen Kurfürsten und ihren profanen und sakralen Bauwerken geprägt. Diese ließen prächtige Schlösser mit prunkvollen Gärten und Seen anlegen, wie z.B. das Schloss Caputh in der Gemeinde Schwielowsee. Zudem entstanden Kirchen und Klöster in der gesamten Region. Vor allem der Zisterzienserorden, der sich im Laufe des 13. Jahrhunderts in der Region ausbreitete, prägte die geistliche Landschaft. Die Klosterkirche in Lehnin ist ein Beispiel dafür. Aber auch die Dominikaner, die durch eine Schenkung des Markgrafen Otto V. die markgräfliche Residenz erhielten und diese zu dem Kloster St. Pauli umbauten, hinterließen ihre Spuren im Havelland.

Ein zentraler Teil der stolzen Vergangenheit der Region ist ihr wohl bekanntester Sprössling, der Dichter Theodor Fontane, in dessen Werken sie häufig Erwähnung findet. In seiner Geburtsstadt Neuruppin wurde ihm ein sehenswertes Denkmal errichtet.
Natur im Havelland
Natur im Havelland

Neben den Bauwerken aus Mittelalter und Renaissance, die vor allem in den Städten zu bewundern sind, bietet das Havelland seinen Besuchern einen reichen Schatz an natürlicher Schönheit. So ist der Naturpark Westhavelland nicht nur das größte Naturschutzgebiet Brandenburgs, sondern beherbergt zugleich das größte zusammenhängende Feuchtgebiet des europäischen Binnenlandes. Zahlreiche Seen sowie der Havellandradweg runden das Landschaftsbild ab und laden zu idyllischen Ausflügen ein.

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Die Märkische Schweiz

By at Juli 26, 2012 | 22:58 | Comments

Schermützelsee bei Buckow

Die Märkische Schweiz gehört zu den schönsten Urlaubslandschaften in Brandenburg. Sie beginnt etwa 30 Kilometer östlich von Berlin und erstreckt sich in Form eines Hügellandes über den Landkreis Märkisch-Oderland. Die gesamte Märkische Schweiz wurde zum gleichnamigen Naturpark deklariert, der mit einer Fläche von ca. 205 Quadratkilometern einer der kleineren Naturparks Brandenburgs ist. Gäste schätzen die Märkische Schweiz für ihre abwechslungsreiche und unberührte Landschaft. Über ein gut ausgeraubtes Rad- und Wanderwegnetz kann man Flora und Fauna des Naturparks erkunden, ebenso wie die malerischen Ortschaften der Region. Touristisches Zentrum der Märkischen Schweiz ist die Stadt Buckow, die viele Sehenswürdigkeiten und ein reichhaltiges kulturelles Programm zu bieten hat. Einen Besuch lohnen aber auch andere Orte wie Altfriedland oder Waldsieversdorf.

Schermützelsee bei Buckow

Schermützelsee bei Buckow

Wie in vielen anderen Regionen Deutschlands, verweist die „Schweiz“ auf hügelige Abschnitte inmitten einer eigentlich überwiegend flachen Region. So ist es auch im Falle der Märkischen Schweiz. Die Hügellandschaft dieser Region ist in Folge der Eiszeit entstanden, als Endmoränen die Erhebungen aufgeschoben haben. Die höchste dieser Erhebungen ist der Krugberg mit 129 Metern. Ansonsten ist die Märkische Schweiz äußerst wald- und gewässerreich. An der Nordsee-Ostsee-Wasserscheide entspringt der Stobber. Der Fluss mit zwei Mündungen und Fließrichtungen durchzieht die Märkische Schweiz und speist viele Bäche, Flüsse und Seen. Der Stobber vereinigt sich mit dem Mühlenfließ und mündet über den Dämeritzsee und den Falkensee in die Spree. Die Fluss- und Seenlandschaft erstreckt sich weiter bis zum Oderbruch.

Buckow Strandbad

Buckow Strandbad

Die Märkische Schweiz ist der älteste Naturpark Brandenburgs. Bereits zu DDR-Zeiten war er ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Im Jahr 1990 wurde der Naturpark mit 205 Quadratkilometern Fläche zum Großschutzgebiet erhoben. Landschaftlich zeichnet sich im Naturpark Märkische Schweiz der Einfluss der letzten Eiszeiten ab. Neben den aufgeschobenen Hügeln bildeten sich auch Moore, Seen, Schmelzwasserrinnen und Sölle.

Neben der Stobber prägt der Schermützelsee das landschaftliche Bild des Naturparks. Die Märkische Schweiz ist an den Europawanderweg R1 angeschlossen und verfügt über zahlreiche regionale Wege, die zusammen ein Wanderwegnetz von über 150 Kilometern Länge ergeben. Neben dem malerischen Ort Buckow, ist vor allem das Zisterzienserinnenkloster Friedland am Klostersee ein Anziehungspunkt für Touristen. Die Klosterkirche und die Wirtschaftsgebäude gelten in der Märkischen Schweiz und im Oderbruch als die bedeutendsten erhalten gebliebenen Bauten aus dem Mittelalter. Unter den zahlreichen Naturdenkmälern der Märkischen Schweiz sollte man die Wolfsschlucht unbedingt gesehen haben. Die Schlucht erstreckt sich auf 250 Kilometern Länge nahe der Gemeinde Oberbarnim zwischen dem Kleinen Tornowsee und dem Dachsberg. In der 40 Meter tiefen Wolfsschlucht wurde im Mittelalter Hopfen angebaut. Der seit den 1830er Jahren ausgerottete Wolf, der Namensgeber der Schlucht, wurde Anfang der 1990er Jahre wieder angesiedelt.

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Die Prignitz

By at Juli 24, 2012 | 21:37 | Comments

Wittenberge in der Prignitz

Brandenburg ist das Land zwischen Oder und Elbe. während die Oder und der Oderbruch die Landesgrenze im Osten darstellt, ist es die Elbe und die Prignitz im Westen. Jenseits der Elbe befindet sich Sachsen Anhalt und die Altmark.

Die Prignitz ist eine historische Landschaft im Nordwesten Brandenburgs. Das Bild der ursprünglichen und dünn besiedelten Region wird von ausgedehnten landwirtschaftlichen Nutzflächen, Heideland und Wäldern bestimmt. In den idyllischen Kleinstädten setzt man auf einen sanften Tourismus.

Die Geschichte der Prignitz

Archäologische Funde bestätigen eine slawische Besiedlung des Gebietes bereits in den ersten Jahrtausenden nach Christus. Erstmals erwähnt wird die Prignitz im Jahre 1349 in einer Urkunde des “falscher Woldemar” genannten Hochstaplers. Zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert war die Prignitz Ziel von Pilgern aus ganz Europa. Der Pilgerweg Berlin-Wilsnack macht Station an der Wunderblutkirche. Eine wirtschaftliche Blüte erlebte die Prignitz in wilhelminischer Zeit. Perleberg erlangte Bedeutung als Garnisonsstadt. Die Prignitz befand sich unmittelbar im innerdeutschen Grenzgebiet und gewann erst nach der deutschen Wiedervereinigung für den Fremdenverkehr an Bedeutung.

Die Städte der Prignitz

Wittenberge in der Prignitz

Wittenberge

Die einstige Hansestadt Perleberg beeindruckt mit mittelalterlichem Flair. Auf dem Marktplatz kündet eine Rolandsfigur von städtischer Freiheit. Stattliche Bürgerhäuser säumen die Straßen um die St.-Jacobi-Kirche. In einem historischen Fachwerkhaus ist das Heimatmuseum untergebracht.
Wittenberge entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts zum industriellen Zentrum der Region. Zu den zahlreichen Industriedenkmälern zählt eine Ölmühle aus dem Jahre 1826. Im Stadtmuseum können Nähmaschinen besichtigt werden, welche in der ortsansässigen Fabrik hergestellt wurden. Als Wahrzeichen von Wittenberge gilt das Steintor in der Altstadt. Schmucke Gründerzeitbauten bilden den Kontrast zur von Walter Gropius im Bauhaustil geplanten Siedlung Eigene Scholle.

Sehenswertes am Wegesrand

Die Prignitz hat viel Beschauliches zu bieten, welches sich auf Wanderungen und Radtouren entdecken lässt. In Wolfshagen befindet sich eines der bedeutendsten Schlösser der Prignitz. Das Barockschloss beherbergt ein Porzellanmuseum und ist von einem weitläufigen Landschaftspark umgeben. Ein weiteres sehenswertes Schloss befindet sich in Demerthin – hier ist besonders viel von der originalen Substanz erhalten. Mit Plattenburg gibt es in der Prignitz gar eine Wasserburg, die idyllisch in der Landschaft eingebettet ist.

In Seedorf bildet eine Barockkirche den Blickfang. Auf dem einstigen Schlossgelände in Eldenburg kann ein Bauernmuseum besichtigt werden. Der Park des Jagdschlosses Gadow ist besonders im Frühling, wenn hunderte Rhododendren blühen, eine Augenweide. In der Gemeinde Lanz erinnert eine kleine Ausstellung an Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, den berühmtesten Sohn der Prignitz.

Natur pur erleben

Schafe auf dem Elbe-Deich

Schafe auf dem Elbe-Deich

Eine Wanderung durch die Wiesen und Auen der Prignitz verspricht Ruhe und Erholung. Einen Anziehungspunkt im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe stellt das Besucherzentrum im Storchendorf Rühstädt dar.

Wo Elbe und Havel sich vereinen

Wo Elbe und Havel sich vereinen

Besonders beliebt ist die Prignitz bei Radwanderern. Diese können mit dem Elberadweg oder der Tour Brandenburg ausgedehnte überregionale Touren in Angriff nehmen. Die Bischofstour oder die Gänsetour bieten sich für regionale Routen an. Seltene Pflanzen und Tiere lassen sich am Rudower See finden. Auch das nahe Rambower Moor bietet das Bild einer unberührten Naturlandschaft. Das wildromantische Stepenitztal lasst sich entlang des Auwaldweges erwandern. Der Königsweg verläuft zwischen Wolfshagen und Seddin und führt an einem im 9. Jahrhundert v. Chr. entstandenen Königsgrab vorbei.

Die Prignitz ist sowohl aus Berlin als auch aus Hamburg in eineinhalb Stunden erreichbar. Durch ihre Geschichte, die Angebote zu sanftem Tourismus und vorallem durch ihre Naturschönheiten ist sie ein echter Geheimtipp.

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Löwenberger Land

By at Februar 13, 2012 | 15:58 | Comments

Löwenberger Land

Die amtsfreie Gemeinde Löwenberger Land ist Teil des Landkreises Oberhavel. Sie liegt im Norden des Landes Brandenburg und gehört zur Region Ruppiner Land. Die Gemeinde wurde 1997 gegründet und hat ihren Verwaltungssitz im Ortsteil Löwenberg. Zur Gemeinde Löwenberg gehören die Ortsteile Falkenthal Glambeck Grieben Großmutz Grüneberg Gutengermendorf Häsen, Neuhäsen und Klevesche Häuser Hoppenrade Liebenberg Linde Löwenberg Nassenheide Neuendorf Neulöwenberg Teschendorf.

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Die Schorfheide

By at Februar 4, 2012 | 21:07 | Comments

Als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Europas ist die Schorfheide vor allem für Naturfreunde und Erholungssuchende ein äußerst beliebtes Ziel. Doch auch Abenteurer und Wassersportler werden in dem riesigen Gebiet, das durch verschiedene Wald- und Heidelandschaften sowie kleine und große Seen geprägt ist, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Berlin auf der Suche nach unvergesslichen Erlebnissen jederzeit fündig. Einige Teile der Schorfheide gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe, darunter der Buchenwald Grumsin. Hier haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen angesiedelt. Neben Seeadlern und Schwarzstörchen sind hier unter anderem auch seltene Orchideen-Arten zu bewundern. Außerdem verfügt die Schorfheide über ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz.

Die Entstehung der Schorfheide

Die Schorfheide hat ihren Ursprung in der letzten Eiszeit. Durch das kontinuierliche Abschmelzen der Gletscher entstand eine abwechslungsreiche Landschaft. Der Name „Schorfheide“ hat seinen Ursprung im Mittelalter, als das riesige Gebiet vor allem als Weidefläche für tausende Schafe genutzt wurde. Im 20. Jahrhundert wurde die Schorfheide vor allem als Jagdgebiet genutzt. Seit 1990 gehört die Schorfheide zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, um die Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren zu erhalten.

Sehenswürdigkeiten in der Schorfheide

Neben zahlreichen Natur-Attraktionen hat die Schorfheide auch viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So zieht das 750 Jahre alte Zisterzienserkloster in Chorin jährlich ebenso tausende Besucher an wie das im 17. Jahrhundert gebaute Jagdschloß Groß Schönebeck, die Kirche Steinfurt in Finowfurt und der 15 Meter hohe Askaniaturm in Eichhorst. Für Technikfreunde ist unter anderem das Schiffshebewerk Niederfinow ein Muss. Eines der beliebtesten Ausflugsziele inmitten der Schorfheide ist der Werbellinsee, der neben verschiedenen Badestellen auch Möglichkeiten zum Segeln, Wasserski fahren oder Rudern bietet. Im Wildpark Schorfheide in der Nähe von Groß Schönebeck sind neben Wölfen und Luchsen auch Wisente oder Elche zu sehen. Wer sich einen Überblick über die Schorfheide verschaffen möchte, kann das am besten vom BIORAMA-Aussichtsturm in Joachimsthal aus. Von dem 27 Meter hohen Wasserturm aus kann man sogar die größten Sehenswürdigkeiten des 70 Kilometer entfernten Berlins sehen.

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Berlin-Brandenburg.net

Diese Website entstand auf Grundlage vieler Touren, die wir in und um Berlin unternommen haben. Wir haben Sehenswürdigkeiten erkundet - darunter auch so manche "Lost Places" gefunden. Um unsere Erfahrungen mit allen zu teilen haben wir das Projekt Berlin-Brandenburg.net gestartet. Weiterlesen...