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Otto von Bismarck

By at Juli 19, 2015 | 17:09 | Comments

Bismarck nach einem Porträt von Franz von Lenbach

Otto von Bismarck polarisierte schon zu Lebzeiten, wurde gleichermaßen verehrt und gehasst. Der Staatsmann wurde am 1. April 1815 in Schönhausen an der Elbe geboren und starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh in der Nähe von Hamburg. Bis heute erinnern in Brandenburg unter anderem die sogenannten Bismarcktürme an den „eisernen Kanzler“. Acht dieser Türme sind in Brandenburg noch erhalten. Insgesamt existieren in Deutschland 146 Türme dieser Art. Nach Bismarcks Tod im Jahr 1898 nahm der Kult an seine Person nicht nur in Brandenburg ungeahnte Ausmaße an. Mit den Denkmälern, die damals wie Pilze aus dem Boden schossen, setzte auch die Verklärung Bismarcks ein. Der „Reichsgründer“ in Uniform und mit Pickelhaube blickte mit grimmigem Gesicht in eine unbestimmte Ferne und wurde zu übermenschlicher Größe stilisiert. Das wiederum passte gut in den wilhelminischen Zeitgeist und zu einem Deutschland, das sich zur Weltmacht berufen fühlte. Zumindest zur geistig-moralischen Mobilmachung 1914 gehörte auch die Beschwörung Bismarcks. (mehr …)

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Philipp zu Eulenburg

By at Juli 13, 2012 | 12:25 | Comments

Philipp zu Eulenburg

Vor mehr als 100 Jahren wurde das wilhelminische Kaiserreich durch die Harden-Eulenburg-Affäre gleichermaßen erschüttert und erheitert. Die Anschuldigung: das Kaiserreich würde durch einen homosexuellen Klüngel regiert werden. Insbesondere Philipp zu Eulenburg wurde attackiert. (mehr …)

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Heinrich von Kleist

By at Juli 10, 2012 | 13:34 | Comments

Heinrich von Kleist

Zu wirklichen Bekanntheit kam Heinrich von Kleist posthum. In seinem kurzen und arbeitsintensiven Leben schrieb er mehrere Klassiker der deutschen Literaturgeschichte. Kleist war ein simpler aber auch vielschichtiger Mann. Radikal, Perfektionist, rastlos und auch sehr emotional – dies sind die Eigenschaften, die ihm zugeschrieben werden. Seine Schaffenszeit wird der Weimarer Klassik und Romantik zugeordnet. (mehr …)

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Eleonore Prochaska

By at Juli 9, 2012 | 16:00 | Comments

Eleonore Prochaska

Eleonore Prochaska, die auch als „Potsdamer Jeanne d’Arc“ verehrt wurde, diente unter dem Namen August Renz zum ersten Bataillon des Lützowschen Freicorps. Da Sie von hoher, schlanker Gestalt war, gelang es ihr bis September 1813, als Sie in der Schlacht an der Göhrde verwundet wurde, als Frau unerkannt zu bleiben. Sie gilt als Symbolfigur der Befreiungskriege.

Drei Wochen später – am 5. Oktober 1813 erlag Sie ihren Verletzungen. Am 7. Oktober 1813 berichtete wurde ihr Sarg von ihren Waffenbrüdern getragen und unter geleit des Oberst Graf Kielmannsegge und sämtlichen Offizieren, so wie dem Minister und außerordentlicher Gesandter Graf von Groote zu Grabe getragen. (mehr …)

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Peter Joseph Lenné

By at Juli 7, 2012 | 16:27 | Comments

Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert.

Dieses Zitat von Peter Joseph Lenné umschreibt dessen Lebensmotto und Schaffenswerk mit einem Satz. Der Gartenkünstler und Landschaftsarchitekt war in Preußen ein halbes Jahrhundert lang prägend in den Bereichen Landschaftsbau, Gartenkunst und Stadtplanung.

Geboren am 29. September 1789 in Bonn, kam Lenné bereits früh mit dem Thema Gartenkunst in Berührung. Sein Vater war leitender Hofgärtner am Kurfürstlichen Schloss, Vorsteher des botanischen Gartens und lehrte gleichzeitig Botanik an der Universität Bonn. Lenné war ein Nachkomme einer aus Belgien – genauer aus Lüttich (Liège) – stammenden Gärtnerfamilie und der Familientradition folgend, erlernte Peter Joseph Lenné den Gärtnerberuf. Studienreisen führten Lenné nach Paris, wo er sich zum Gartenbaumeister ausbilden ließ und Kenntnisse in der wissenschaftlichen Botanik erlangte. Hier hörte er Vorlesungen der damals sehr bekannten Gartenplaner André und Gabriel Thouin sowie des Architekten Jean-Nicholas-Louis Durand. Auch entdeckte er hier seine Vorliebe für exotische Gewächse. Seine Art der Gartengestaltung unterschied sich bereits zu jener Zeit von der seiner Konkurrenten, die alle die einheimischen Pflanzen bevorzugten.

1816 bekam Lenné eine Anstellung am preußischen Königshof und wurde auf Grund seiner Fähigkeiten vom Gartendirektor gefördert. In dieser Zeit erhielt er den Auftrag zur gartenkünstlerischen Umgestaltung der Besitzungen Neuhardenberg und Glienicke. Dies war der Grundstein für sein gartenarchitektonisches Gesamtkunstwerk, in welchem sich Potsdam in fünf Jahrzehnten unter Lennés Leitung zu einem zusammenhängenden, beeindruckenden Landschaftsgarten entwickelte. 1818 avancierte Peter Joseph Lenné zum „Garteningenieur und Mitglied der Königlichen Gartendirektion“. Er war Gründungsmitglied des ersten deutschen Gartenvereins, Direktor der Potsdamer Gärtnerlehranstalt und wurde 1828 zum Gartendirektor befördert. Friedrich Wilhelm IV. ernannte Lenné 1854 zum General-Gartendirektor aller königlich-preußischen Gärten.
Das Lebenswerk Lennés war die Umgestaltung und Erweiterung des Parks Sanssouci in Potsdam. In Potsdam gestaltete er außerdem weitere Anlagen wie die Pfaueninsel, die Russische Kolonie Alexandrowka und den Park Sacrow. Auch außerhalb Preußen entstanden unter Lennés Federführung Parkanlagen und Gärten wie beispielsweise der Klosterbergegarten in Magdeburg. Seine Landschaftsgestaltungen zeichnen sich durch vielfältige Sichtachsen aus, durch welche einzelnen Parkanlagen optisch miteinander verbunden wurden.

Ab 1840 war Peter-Joseph Lenné für die städtebauliche Planung Berlins zuständig, wo er zahlreiche Grünanlagen für die Bevölkerung schuf. Nach seinen Vorstellungen entstanden die Friedrich-Wilhelm-Stadt in Berlin Mitte und das Köpenicker Feld. Herausragend aus Lennés Lebenswerk ist der Bau des Landwehrkanals und des Luisenstädtischen Kanals.
Für seine außergewöhnlichen Leistungen auf dem Gebiet des Landschaftsbaus erhielt Peter Joseph Lenné zahlreiche Ehrungen, wie beispielsweise die Ehrendoktorwürde der Universität Breslau. Die Stadt Potsdam verlieh ihm 1863 die Ehrenbürgerschaft.

Lenné, dessen 35jährige Ehe mit Friederica Louisa Voß kinderlos blieb, starb 23. Januar 1866 im Alter von 77 Jahren in Potsdam.

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Wilhelm von Humboldt

By at Juli 7, 2012 | 16:15 | Comments

Wilhelm von Humboldt – eigentlich riedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt – wurde am 22.06.1767 in Potsdam geboren und starb am 8. April 1835 in Berlin Tegel. Er zählt zu den einflussreichen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturgeschichte und sein Wirken als Reformator im deutschen Schul- und Hochschulwesen hat Einfluß bis heute.

Wie auch seinem Bruder Alexander kamen ihm durch gut ausgesuchte Privatlehrer, unter ihnen Johann Heinrich Campe und Christian Kunth, eine äusserst gute Schuldbildung zuteil. Schon als 13-Jähriger sprach Wilhelm fließend Griechisch, Latein und Französisch.
Durch diesen Eindruck der Privatlehrer geprägt, schien Wilhelm von Humboldt nicht viel von regulären Schulen und dem Wissen, welches dort vermittelt wurde zu halten. Gerade aus diesem Grund wollte er auch anderen die Möglichkeit geben, sich das Wissen auf anderen, neuen Wegen anzueignen und gründete daher in Berlin die „Neue Deutsche Universität“ – heute als „Wilhelm von Humboldt Universität“ bekannt.

Nicht die Juristerei interessierte Wilhelm von Humboldt, sondern die Lehre der Sprachen. Er studierte die Menschen, deren Denken und Fühlen und vor allem, welchen Einfluss die verschiedenen Sprachen auf das Leben der Menschen hat. Von dieser Frage war er fasziniert. Er selbst beschäftigte sich mit 32 Sprachen und konnte selbst fünf Sprachen in Wort und Schrift, darunter Englisch und Griechisch. Allerdings untersuchte er auch ausgefallene Sprachen, wie zum Beispiel das in der Südsee gesprochene Kawit.

Mit seiner Frau Caroline von Dacheröde, die er im Jahr 1790 heiratete, unternahm er mehrere Reisen in fremde Länder, um die Sprachen weiter erforschen zu können. Die ihm zugeteilte Beamtenlaufbahn für den Staat Preußen sagte ihm keinesfalls zu und er lies sich in den Vatikan als Abgeordneter Preußens berufen. Doch der Staat Preußen wollte ihn Anfang des 19. Jahrhunderts als Kultusminister vor Ort haben, und so kehrte er in die Heimat zurück und reformierte das damalige Bildungswesen. Früher wurden die Schulen nur von Geistlichen geführt, Humboldt setzte durch, dass auch weltliche Lehrer in den Dienst des Lehramtes traten. Ferner haben wir ihm das Abitur zu verdanken, denn er wollte verhindern, dass jeder auf die Universität gehen konnte. Sein grösstes Ziel war, Kinder zu richtigen Erwachsenen und damit zu Menschen zu erziehen. Für ihn bedeutete Bildung nicht die Ausbildung an sich sondern die Bildung des Menschen.

Doch leider wurden ihm immer wieder vom preußischen Staat die Daumenschrauben angesetzt und er durfte nicht so handeln wie er wollte. Wenn es nach Wilhelm von Humboldt gegangen wäre, wäre die deutsche Gesellschaft humanistischer geworden. Doch das wurde ihm von Staat quasi untersagt. Nachdem er gegen die Karlsbader Beschlüsse protestierte wurde er letztendlich im Jahr 1819 aus dem Staatsdienst entlassen. Bis zu seinem Tod im Jahr 1835 widmete er sich ausschliesslich seinen eigenen Studien.

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Theodor Fontane

By at Juli 6, 2012 | 10:09 | Comments

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 als Henri Theodore Fontane in Neuruppin geboren. Seine Mutter war Emilie Fontane und sein Vater der Apotheker Louis Henri Fontane.

Als Junge besucht Fontane die Stadtschule, wird aber später von seinem Vater und diversen Hauslehrern unterrichtet. Im Jahr 1832 wird er am Gymnasium in Neuruppin angenommen. Im Jahr darauf besucht er die Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden.
1835 trifft er zum ersten Mal auf Emilie Rouanet-Kummer, die er später heiratet.
Ein Jahr später verlässt er die Gewerbeschule ohne Abschluss und macht eine Ausbildung zum Apotheker, wie sein Vater.
1839 wird seine erste Novelle veröffentlicht. Sie nennt sich „Geschwisterliebe“.
Im selben Jahr beendet er seine Lehre und tritt 1940 eine Stelle als Apotheker in Burg an. Erste Gedichte entstehen.
1841 erkrankt er an Typhus, kann aber wieder von der Krankheit genesen. Nach der Gesundung arbeitet er schließlich in der Apotheke seine Vaters.
1844 wird er Mitglied in der literarischen Vereinigung „Tunnel über der Spree“. 1865 endet seine Mitgliedschaft.
1845 endet sein einjähriger Militärdienst. Während dieser Zeit unternimmt er auch seine erste Reise nach England.
Am 8. Dezember desselben Jahres verlobte er sich mit Emilie Rouanet-Kummer, die er ein Jahr später heiratet.
1849 gab er den Apotherberuf zugunsten der Schriftstellerei auf. Sein erstes Buch „Männer und Helden“ erschien.
1855 bis 1859 lebte und arbeitete er in England.
1851 wurde sein erstes Kind, George, geboren, der mit 36 Jahre starb. Ihm folgen die Söhne Rudolf, Peter Paul und Ulrich kurz nach der Geburt in den Tod.
1856 wird sein Sohn Theodor geboren, 1860 seine Tochter Martha und 4 Jahre später sein letzter Sohn Friedrich.

1892 erkrankte er an einer Gehirnischämie, konnte sich aber in soweit davon erholen, dass er sein bedeutendstes Werk „Effi Briest“ vollenden konnte.

Am 20. September 1898 stirbt Fontane in seiner Wohnung in Berlin. Begraben liegt er auf dem Friedhof der französischen reformierten Gemeinde. Bis heute gilt er als wichtigster Schriftsteller des poetischen Realismus.

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Alexander von Humboldt

By at Juli 5, 2012 | 19:54 | Comments

Alexander von Humboldt ist bekannt als Naturforscher und Humanist. Er gilt als Begründer der heutigen Naturwissenschaften mit ihren zahlreichen Zweigen. Dazu gehören unter anderem de physische Geographie, die Klimatologie und auch die Gebirgsforschung. Sein Forschungsschwerpunkt galt der Wechselwirkung zwischen Lebewesen und Umwelt. Von heute noch aktueller Bedeutung sind seine Arbeiten zum Erdmagnetismus und zu allgemeineren Themen der heutigen Geowissenschaft. Seine beiden Hauptwerke sind „Ansichten der Natur“ und das noch bekanntere „Kosmos“. Wissenschaftlich beachtet wurde Alexander von Humboldt vor allem für sein mehrbändiges amerikanisches Reisewerk und seine Abhandlung über seine Reise nach Russland und Sibirien.

Als zweiter wissenschaftlicher Entdecker ist er besonders durch seine 11 jährige Lateinamerikareise Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eingegangen. Als Humanist engagierte er sich gegen Ausbeutung in jedweder Form. In Lateinamerika ist sein Name auch heute noch eng mit nationaler und sozialer Freiheit verbunden. Als größte Errungenschaft gilt sein 1857 in Preußen durchgesetztes Gesetz, dass jeder Sklave, der preußischen Boden betritt ab sofort frei sei.

Alexander von Humboldt folgte dem humanistischen Ideal Bildung und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen. Aus diesem Grund hielt er in den Jahren 1827 und 1829 populärwissenschaftliche Vorträge, die dem ganzen Volk kostenlos zugänglich waren. Seine Denkweise charakterisiert am besten ein Zitat von Alexander von Humboldt selbst: „Mit Wissen kommt das Denken und mit dem Denken der Ernst und die Kraft in die Menge.“ Das Hauptziel des Wissenschaftlers war es für eine Verbreitung der wissenschaftliche Kenntnisse zu kämpfen. Diese sollte auch dem einfachen Volk zugänglich gemacht werden und nicht nur innerhalb der intellektuellen Schichten als unantastbares Geisteseigentum verbleiben.

Alexander von Humboldt wurde 1769 in Berlin geboren. Er ist der Bruder von Wilhelm Humboldt, dem bekannten Sprachforscher, der später als Gründer der heutigen Humboldt-Universität in Berlin in die Geschichte einging. Alexander von Humboldt studierte Kameral- und Altertumswissenschaften bevor er sich schwerpunktmäßig den technologischen Studien widmete. Insbesondere Medizin, Physik und Mathematik waren die Disziplinen mit denen er sich beschäftigte. Er reiste viel, es handelte sich zumeist um Studienreisen: Lateinamerika, Russland, Kanaren und viele andere Ziele. Die Reisen wertete er alle wissenschaftlich aus. Seinen Wohnsitz hatte Alexander von Humboldt wechselnd in Paris und Berlin, wo er 1859 starb. Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ porträtiert Alexander von Humboldt und schaffte ihm ein lebendiges Denkmal. Aber auch seine Popularität in Lateinamerika schuf ihm viele Denkmäler. Unter anderem wurde eine aus Norden kommende Meeresströmung an der Westküste Südamerikas nach Alexander von Humboldt benannt – der Humboldtstrom.

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Berlin-Brandenburg.net

Diese Website entstand auf Grundlage vieler Touren, die wir in und um Berlin unternommen haben. Wir haben Sehenswürdigkeiten erkundet - darunter auch so manche "Lost Places" gefunden. Um unsere Erfahrungen mit allen zu teilen haben wir das Projekt Berlin-Brandenburg.net gestartet. Weiterlesen...