Hobrechtsfelde – Geschichte, Kunst und Natur

Geschichte, Kunst und Natur beisammen gibt es in Hobrechtsfelde. Das ehemalige Stadtgut mit den umliegenden Rieselfeldern ist ein großes Geschichts- und Naturkundemuseum mit einer Dauer-Kunstausstellung.

Geschichte

Ende des 19. Jahrhunderts hatte Berlin bzw. seine damals rund 1,2 Millionen Einwohner ein Hygieneproblem. Epidemien breiteten sich aus, da die Abwasserentsorgung nicht geregelt war. Der Ingenieur James Hobrecht, unterstützt vom Arzt und Politiker Rudolf Virchow schufen ein System zur Wasserversorgung, das die Entsorgung des Schmutzwassers berücksichtigen mußte. 12 Radialsysteme, mit jeweils eigenem Pumpwerk leiteten das Berliner Abwasser zu Rieselfeldern. Die größten entstanden in Hobrechtsfelde (Panketal (siehe auch Panke)). Das Projekt kostete 70 Millionen Mark und war zum damaligen Zeitpunkt hochmodern.
Die Versickerungsflächen wurden landwirtschaftlich genutzt. Dazu entstand im Jahr 1906 das Dorf und Stadtgut Hobrechtsfelde, welches neben weiteren Stadtgütern die Nahrungsversorgung der Großstadt sicherstellte. Ein Speichergebäude und einige Gleise der alten Schmalspurbahn zeugen heute von dieser Vergangenheit.

Kunst

Am Weg – und manchmal auch abseits davon – stehen die Objekte aus Stein und Holz. Der Skulpturenpark „Steine ohne Grenzen“ entstand in den Jahren zwischen 2001 bis 2007 auf insgesamt sieben Steinbildhauersymposien. Künstler aus insgesamt 25 Nationen trafen sich Iniitiert von den Künstlern Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Christine Fohrer und schufen diese einmalige Dauerausstellung.

Natur

Heute besticht der Hobrechtswald, der auf den im Jahr 1986 endgültig stillgelegten Rieselfeldern angelegt wurde durch seine Natur. Es entstand eine „halboffene“ Landschaft, mit freien Grünflächen, die an eine Heidelandschaft erinnern. Es herrscht eine buschartige Vegetation vor, die von kleineren Wäldchen unterbrochen wird. Wassergräben durchziehen das Gebiet und bieten dem Besucher Abwechselung.

Wandern

Die Rieselfelder von Hobrechtsfelde eignen sich hervorragend für kleine Wanderungen. Die Wege sind gut ausgeschildert. Interessant ist beispielsweise der „Rohrweg“, markiert durch blaue Rohre der ehemaligen Bewässerungsanlage. Auf diesem Weg kann man die meisten Abschnitte des Gebietes erkunden.

Es ist möglich, jederzeit eine verkürzte Strecke einzuschlagen. Hier ein Beispiel:

Die größeren Wege eignen sich auch gut für Kinderwagen und sind auch durch ihren Abwechslungsreichtum sehr familienfreundlich.

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