Die Geister in den Heilstätten Beelitz

Es spukt in Brandenburg. Wie überall gibt es auch hier die unvermeindlichen Spukgeschichten.

Eine dieser Geschichten spielt in den verfallenen Heilstätten Beelitz – auch hier soll es Geister geben. Die Beelitz Heilstätten – ein zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichtetes Sanatorium für totkranke Lungenpatienten, in beiden Weltkriegen ein Lazaret.

Das Pförtnerhaus der Heilstätten in Beelitz zur Zeit des Vereinslazarettes im 1. WeltkriegZwischen dem 9. Oktober und dem 4. Dezember 1916 war hier auch der Gefreite Adolf Hitler unter den Patienten, die sich von ihrer Kriegsverletzung erholten.

Bis in das Jahr 1994 dienten die Beelitz Heilstätten als das größte Militärhospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion. Ab Dezember 1990 war hier der an Leberkrebs erkrankte Erich Honecker Patient, bevor er und seine Frau Margot am 13. März 1991 nach Moskau ausgeflogen wurden.

An diesem Ort mordete der so genannte „Rosa Riese“, die „Bestie von Beelitz“ – der ehemalige Polizist und Erntehelfer aus Lehnin, Wolfgang Schmidt. Zwischen 1989 und 1991 fielen ihm in Brandenburg, vorwiegend im Raum Beelitz, fünf Frauen und ein Säugling zum Opfer.
Das Kind nahm er aus dem Kinderwagen der Frau eines russischen Chefarztes im Sanatorium Beelitz-Heilstätten und erschlug es an einem Baum. Dann erwürgte er die 44-jährige Mutter und verging sich – wie in den meisten anderen Fällen – an der Leiche.

Knapp 20 Jahre später, im Jahr 2008 konnte der Ort erneut mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht.
Ein Fotograf verbringt die Zeit in den Tatort-Räumen des Rosa Riesen und wurde später selbst zum Mörder. Er erwürgte sein Model und verging sich an der Leiche.

Strahlen die Heilstätten Beelitz also so viel negative Energie aus? Ein Diktator, ein Unterdrücker und zwei schaurige Verbrechen mit einer Verbindung zum selben Ort? Sind die Geister in Beelitz besonders aktiv?

Kann das Zufall sein – oder sind es böse Geister die hier negative Energien verbreiten?

Besucher wollen in Beelitz schon rätselhaftes Stimmgeflüster vernommen haben.
Die Geisterjäger der API („Austria Paranormal Investigators“) haben den Gebäudekomplex besucht und berichten von Türen welche von selbst auf und zu gingen. Räume wurden plötzlich eiskalt (um 0 Grad), obwohl es draußen warm war (um 20 Grad). Auf einem Aufnahmegerät tauchten Stimmen auf, die vorher nicht zu hören waren.

Der Gastwirt vor den Toren der Heilstätte berichtet von Schreien aus der Chirurgie, eine Frau will sogar erlebt haben dass ein Geist vor den Heilstätten erschien und direkt durch sie hindurchging. Und auch der Wachmann kennt die Stimmen in den Gebäuden des ehemaligen Krankenhauses „irgendjemand ist hier“.

Literatur: *Gabriele Hasmann: „Geisterjäger: Auf den Spuren des Übersinnlichen“, Ueberreuter, Carl, Verlag GmbH (31. August 2009), ISBN: 3800074265

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