Eichenprozessionsspinner

In Teilen Brandenburgs finden sich Warnhinweise „Achtung Eichenprozessionsspinner“. Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Sie erreichen eine Flügelspannweite von 25 bis 32 Millimetern (Männchen) bzw. 30 bis 36 Millimetern (Weibchen).

Die Raupen ernähren sich von den Blättern ihrer Wirtsbäume und gelten als Schädlinge. Sie fressen die gesamte Gewebefläche der Blattspreite und verursachen Lichtungs- oder Kahlfraß. Bei mehrjährigem starkem Auftreten kann der Baum direkt oder durch Folgeerscheinungen geschädigt werden.

Die Population des Eichenprozessionsspinners entwickelt sich in Brandenburg seit einigen Jahren sehr rasant. Trotz zahlreicher Bekämpfungsmaßnahmen Anfang Mai ist der Spinner in der Regel bis Mitte Juli sehr aktiv. Neben den Gefahren für die betroffenen Bäume ist auch Vorsicht für den Menschen geboten. Die Raupen des Spinners können sehr unangenehm werden.

Die feinen Brennhaare der Raupe enthalten ein Eiweißgift namens Thaumetopoein enthalten, was beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen kann. Dieses Nesselgift wirkt ähnlich dem der Brennnessel. Kommt man mit den Haaren direkt in Kontakt – über die Haut oder beim Einatmen – können u. a. Juckreiz, Hautrötungen und Ausschläge oder Reizungen im Rachenraum ausgelöst werden.
Für den Menschen gefährlich sind die Haare (Setae) des dritten Larvenstadiums (Mai bis Anfang Juli) des Eichen-Prozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die fast unsichtbaren Härchen dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest.

In befallenen Gebieten sollte man möglichst vorsichtig sein. Der Umkreis befallener Eichen sollte gemieden werden.
Die Raupen und deren Nester (Gespinste) auf keinen Fall berühren und sollte es doch zum Kontakt gekommen sein empfiehlt sich ein sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung. Empfindliche Hautbereiche (Nacken, Hals, Unterarme)sollte man idealerweise durch Kleidung schützen. Beim Auftreten gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden.

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