Die Panke

Die Panke ist ein kleines Flüsschen, das in der Nähe von Bernau entspringt und seine Mündung in die Spree am Schiffbauerdamm in Berlin hat.

Die Panke im Ortsteil Berlin Wedding

Lediglich 27 km lang ist die Panke mit ihrem Fluss durch Brandenburg und Berlin Namensgeber verschiedener Stationen ihres Laufes.
Dazu zählen die Gemeinde Panketal, der Bezirk Pankow in Berlin aber auch Straßen, Plätze und Brücken. Der Name ist slawischen Ursprungs.

Sogenannte Schichtquellen auf einer Hochfläche des Barnim nördlich des Stadtgebietes von Bernau sind der Ursprung des Flusses. Der erste Austritt des Pankewassers ist heute Pankeborn. Der Austritt befindet sich an einer Durchführung westlich des Eisenbahndammes der Stettiner Bahn, oberhalb der Pankstraße. Auf älteren Karten findet man die Quelle etwas weiter versetzt. Durch die Einrichtung der Bahnstrecke 1842, dem Umbau um 1930 und und landwirtschaftliche Nutzung wurde der Austritt durch menschlichen Eingriff geändert.

Der von Nordost nach Südwest fallende Lauf folgt einer natürlichen Neigung einer eiszeitlichen Rinne von den Barnimhöhen zum Urstromtal am Schiffbauerdamm in Berlin, wo die Panke – allerdings verrohrt – in die Spree fließt. Die Panke passiert die Stadt Bernau (Eichwerder) und und die Gemeinde Panketal (Ortsteil Zepernick) um dann die restlichen 20 Kilometer durch Berlin mit den Bezirken Pankow und Mitte zurückzulegen. Nach Spree und Havel ist die Panke der drittgrößte Fluss Berlins. In Bernau wurde der Wehrgraben der Stadt mit Pankewasser gespeist.

Dem Verlauf, der sogenannten Pankerinne, folgten auch alte Verkehrswege, wie die Bernauer Heerstraße. Auch die Stettiner Bahn und die Bundesautobahn 11 (von Berlin nach Stettin) folgen dieser Strecke.

Seit beginn des Jahres 1704 wurde mit der kanalisierung der Panke – vom Schloss Niederschönhausen aus beginnend – begonnen. Auch der Lauf wurde teilweise korrigiert. Seit 1806 ist dieser jedoch weitestgehend konstant.

Schon früh wurden Abwässer in die Panke eingeleitet. In Bernau war es noch, dass die Panke für den Abort genutzt wurde. In der Stadt wurde zu dieser Zeit das bekannte Bernauer Schwarzbier gebraut, wozu auch Pankewasser verwendet wurde.
Am Vortag eines Braudurchganges wurde schriftlich bekannt gegeben „Leute gebt acht, dass keiner in die Panke macht, denn morgen wird gebraut“.

Kaum ein Fluss litt derart unter der Industrialisierung wie die Panke. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden Abwässer in großem Maße eingeleitet. Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Panke zum europäischen Musterprojekt. Neben der hohen Wasserqualität sollen die Fluss- und Ufergestaltung zu naturähnlichen Erholungsgebieten führen.

Die Panke lässt sich von der Quelle zur Mündung gut innerhalb eines Tages „bewandern“.

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