Die Museumsinsel in Berlin-Mitte

Berlin zieht nicht umsonst Kreative aus aller Welt in die Stadt. Kaum eine andere europäische Metropole hat so viel Kunst und Kultur zu bieten wie Berlin. Die Kulturszene deckt alle Sparten von Malerei, Theater oder Tanz bis zur Musik ab und macht aus der Stadt eine große Showbühne für namhafte Stars und Talente. Die rund 200 Museen in der Stadt deuten bereits auf die enorme Vielfalt an Kulturinstitutionen hin. Die bekanntesten darunter befinden sich auf der berühmten Museumsinsel in Berlin.

Die berühmteste „Insel“ Berlins liegt zwischen Spree und Kupfergraben im Stadtteil Berlin Mitte, wo 1830 das erste Museum, das sogenannte Alte Museum fertig gestellt wurde. Der letzte Bau der Fünfer-Reihe, das Pergamonmuseum konnte 1930 vollendet werden. Doch während des zweiten Weltkriegs wurden siebzig Prozent der Bauten zerstört. Kunstsammlungen, die sich auf der Insel befanden wurden nach der Teilung Deutschlands in Ost- und West geteilt. Heute versucht man, durch aufwendige Sanierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen, Gebäude wieder aufzubauen, Sammlungen neu zu ordnen und ihre Trennung in Ost und West wieder aufzuheben. 1999 erklärte die UNESCO die Museumsinsel sogar zum Weltkulturerbe.

Zum Gebäude-Ensemble gehören das Alte Museum, das Neue Museum, das Bode-Museum, das Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst, die Alte Nationalgalerie, die Skulpturensammlung das Münzkabinett, und die Kindergalerie. Schon alleine der Baustil und die Schönheit der Gebäude locken jährlich zahlreiche Besucher hierher und begeistern mit ihren klassizistischen Prachtbauten. Zahlreiche architektonische und kunsthistorische Sammlungen, die vor einigen Jahren umfangreich saniert wurden, laden zu einer Entdeckungstour ein.

Das Alte Museum zeigt Kunst und Kultur der Griechen und Römer. Das wohl bekannteste und beliebteste Museum ist das Bode-Museum, das unter der charakteristischen Kuppel auf der Nordseite des Gebäudes aus dem Neobarock sowohl eine Skulpturensammlung als auch das Museum für Byzantinische Kunst, das Münzkabinett und weitere Bilder der Gemäldegalerie beheimatet. Die Nationalgalerie gilt auf der Museumsinsel als schönstes Gebäude, das kostbare Stücke und Sammlungen aus dem 19. Jahrhundert für Besucher bereit hält. Im Neuen Museum gibt es drei bedeutende Sammlungen der Staatlichen Museen von Berlin zu sehen, darunter auch das Ägyptische Museum und Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Seit 2009 gibt es hier auch die Büste der ägyptischen Königin Nofrete zu besichtigen, die über 3000 Jahre alt ist. Das Pergamonmuseum beherbergt mittlerweile neben der Antikensammlung auch das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Ursprünglich wurde es einzig und allein für den Pergamonaltar errichtet, den ein Ingenieur namens Carl Humann in der Türkei ausfindig machte, um ihn dann aufwendig zwischen 1910 und 1930 rekonstruieren zu lassen.

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