Der Tierpark Berlin – Europas größter Tierpark

Tierparks gibt es viele in Deutschland – der Tierpark Berlin Friedrichsfelde ist wegen seiner unvergleichlichen Größe, seines beeindruckenden Tierbestands und nicht zuletzt auch wegen der weitläufigen Gehege und Parkanlagen der Diamant unter den deutschen Tierparks.

Der Landschaftstierpark in Berlin Friedrichsfelde umfasst heute eine Gesamtfläche von 160 ha und ist damit der größte Tierpark Europas. Er beherbergt ungefähr 8700 wilde Tiere. Jährlich strömen rund 1 Million Besucher in den Tierpark Berlin. Kein Wunder, hat er doch einiges zu bieten.

Schon die vier Bärenanlagen machen Eindruck. Im Bärenschaufenster am Tierparkeingang präsentieren sich in einer Felsanlage Schwarzbären. Brillenbären kann man in der Bärenschlucht bewundern, Eisbären tummeln sich zwischen den Granitfelsen der Eisbärenanlage und im Schwimmbecken mit Wasserfall. In einer beeindruckenden Anlage im früheren Haus für Menschenaffen sind die kletterfreudigen Malaienbären zu sehen. Das nicht unumstrittene Alfred-Brehm-Haus ist ein weiteres Highlight des Tierparks und Besuchermagnet. Das Raubtierhaus beherbergt nicht nur Großkatzen, sondern auch seltene tropische Vögel sowie unzählige tropische Pflanzen, beispielsweise Palmen, Gummibäume und Kaffeesträucher. In einer großen Freianlage unweit des Alfred-Brehm-Hauses kann der Besucher Schneeleoparden beobachten. Besonders beliebt bei den Tierparkbesuchern ist auch das Dickhäuterhaus mit seinen Außenanlagen. Einmalig in Deutschland ist die dortige Präsentation von zwei verschiedenen Zuchtgruppen Asiatischer und Afrikanischer Elefanten. Aber auch Panzernashörner, verschiedene Krallenaffen, Faultiere und Gürteltiere leben hier. In der Nachbarschaft sind die Giraffen zu finden, die Teil des Africanums sind, in dem die Tierwelt Afrikas vorgestellt wird. Zum Africanum gehören auch die Anlagen der Zebras und Wildesel sowie der Wüstenantilopen, Büffel und Südafrikanischen Blauhalssträuße. Nicht nur bei Kindern sind die oft fröhlich und frech erscheinenden Affen verschiedener Arten sehr beliebt, die im Affenhaus und den angrenzenden Freianlagen leben und für eine fröhliche Stimmung unter den Besuchern sorgen. Auch die Gebirgstieranlagen mit den Alpensteinböcken, Gämsen, Elchen, Mufflons, Hirschen und Schafen sowie anderen Gebirgstieren laden zum Verweilen, Beobachten und Staunen ein und sind ebenso beliebt wie das Krokodilhaus mit seinen beeindruckenden Reptilien und Schildkröten, das sich unweit des Schlangenhauses befindet. Für die unzähligen Kinder, die jährlich den Tierpark Berlin besuchen, wurde neben all den vielen Tiergehegen, die sie ohnehin bewundern können, ein extra Tierkinderzoo geschaffen, zu dem auch ein Streichelgehege und ein großer Spielplatz gehören. Im Tierkinderzoo können die Kinder viel über die Haustierwerdung erfahren und Schafe, Ziegen, verschiedene Schweinerassen, Nagetiere und Vögel beobachten. Das Streichelgehege gibt den Kindern die Möglichkeit, engen Kontakt zu Tieren herzustellen, sich im Umgang mit ihnen zu üben und die Tiere zu füttern.

Der Tierpark Berlin Friedrichsfelde ist im Vergleich zum Zoo, der sich im Westteil der Stadt befindet, ein noch recht junger Tierpark. Erst mehr als 100 Jahre nach der Eröffnung des Berliner Zoos öffnete der Tierpark Berlin am 2. Juli 1955 seine Pforten. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung der Berlins fehlte im Ostteil der Stadt ein Zoo, so dass man sich entschloss, auf dem Gelände des Schlossparks Friedrichsfelde einen eigenen Tierpark zu errichten. Bei seiner Eröffnung hatte der Tierpark einen Bestand von etwa 400 Tieren. Der erste Direktor des Tierparks war der deutsche Zoologe Heinrich Dathe. Er leitete den Tierpark 34 Jahre lang.

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