Der Fernsehturm in Berlin Mitte

Der Fernsehturm gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt. Grund dafür ist nicht nur seine alles überragende Höhe von über 200 Metern und die damit verbundene Bedeutung als Aussichtspunkt, sondern auch seine beeindruckende Architektur. Die Geschichte des Fernsehturms – zugleich Wahrzeichen der Stadt – ist außerdem eng verbunden mit der deutsch-deutschen Geschichte. Seit dem Fall der Berliner Mauer wird der Fernsehturm von internationalen Touristen sehr gerne besucht. Jährlich hat das Wahrzeichen über eine Million Besucher.

Der Berliner Fernsehturm im Bezirk Mitte nahm im Oktober 1969 seinen Betrieb auf. Mit dem Bauwerk sollte die Überlegenheit des Sozialismus optisch präsentiert werden. Aber auch als Sendeanlage für das ostdeutsche Fernsehen war der Turm sehr wichtig. Pläne für einen Fernsehturmbau gab es in der Deutschen Demokratischen Republik bereits in den frühen 50er Jahren. Nachdem sich ein Standort in den Müggelbergen als ungeeignet erwiesen hatte, wurde schließlich der Alexanderplatz ins Auge gefasst. Dort war nach der Sprengung des Berliner Schlosses Platz für ein prestigeträchtiges Gebäude.

Der Fernsehturm trägt die typische Architektur der 60er Jahre. Der Architekt Hermann Henselmann fertigte den ersten Entwurf samt roter Kugel an. Schließlich musste jedoch eine vereinfachte Bauweise her, um das Projekt zu realisieren. Die Entwurfüberarbeitung erfolgte durch das Planungsbüro des VEB Industrieprojektierung, für das auch Fritz Dieter und Günter Franke tätig waren. Somit ist es nicht möglich, den einzigen Urheber des Bauwerks zu benennen, was hin und wieder für Streit unter den Architekten und Ingenieuren sorgte.

Der Bau selbst, der in der „Kletterbauweise“ errichtet wurde, stellte eine enorme Herausforderung dar. Das innere Stahlgerüst war früher fertig als die drum herum folgende äußere Betonschicht. Die fünf Turmabschnitte mit ihren Bullaugen sind noch heute äußerlich gut zu erkennen. Das schwierigste Element beim Bau war wohl die obere Kugel, die oben lose an Zugbändern befestigt wurde. Ganz oben befindet sich auch noch ein nahezu unsichtbarer Teil des Antennenmastes, der 118 Meter hoch ist. Somit hat der Fernsehturm eine Gesamthöhe von stolzen 368 Metern. Die Sendeanlagen machen das Senden von über 60 – mehrheitlich digitalen – Radio- und Fernsehprogrammen möglich.

Seit Mitte der 90er Jahre die Lifte ausgetauscht wurde, ist es möglich, binnen 40 Sekunden in die Aussichtsetage zu gelangen. Von der Panoramaetage aus lässt sich neben der guten Aussicht auch das kulinarische Angebot des Fernsehturm genießen. Ein Restaurant und eine Bar, beide im Sommer klimatisiert, stehen den Besuchern dafür zur Verfügung. Der Fernsehturm ist das ganze Jahr hindurch geöffnet.

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