Das Schloss Charlottenburg in Berlin

Schloss Charlottenburg, gelegen im gleichnamigen Ortsteil Berlins, zählt zu den populärsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Das dort ansässige Museum kann ganzjährig besucht werden. Zur Besichtigung des prunkvollen Barockgebäudes werden Führungen angeboten; der Komplex kann jedoch auch alleine erkundet werden.
Für Interessenten stehen Audioguides zur Verfügung.

Kurzer geschichtlicher Abriss

Das ehemalige Schloss Lietzenburg wurde in den Jahren 1696 bis 1699 erbaut und sollte Sophie Charlotte, der Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III., als Sommerresidenz dienen. Bereits sechs Jahre nach der Fertigstellung verstarb selbige, weshalb das Schloss ihr zu Ehren in Charlottenburg umbenannt wurde.
Im Jahre 1701 wurde der Kurfürst zum König gekrönt (Friedrich I.) und Sophie Charlotte zur ersten Königin Preußens.
Kurz danach wurde damit begonnen, das Schloss nach dem Vorbild Versailles auszubauen. Diesem Umbau verdankt das Anwesen sein heutiges Charakteristikum: Die ein wenig zu imposant anmutende Kuppel des Mittelturmes.
Darüber hinaus wurde das Schloss an beiden Seiten um je einen Flügel erweitert (dieser Gebäudekomplex bildet den heutigen Ehrenhof) und die im Westen gelegene Orangerie wurde angefügt.
Nach dem Tod Sophie Charlottes endete die kulturelle Hochzeit des Anwesens. Als 1713 schließlich auch der König verstarb, wurden alle Baumaßnahmen am Schloss eingestellt.
Erst 1740 konnte Charlottenburg wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen. Unter der Führung von Friedrich Wilhelm II. (Friedrich der Große) wurde der Neue Flügel hinzugefügt und das Schloss im Wesentlichen vollendet. Besagter Anbau am Ostteil des Gebäudes sollte das Pendant zum Alten Schloss im Westen darstellen.
Ende des Jahrhunderts, im Jahre 1791, vollzogen sich die finalen Veränderungen am Schloss. Die Erweiterung der Orangerie zum Schlosstheater beendete die fast 100 Jahre andauernde Bauzeit des Anwesens.

Während des Zweiten Weltkrieges, im November 1943, wurde das Schloss durch einen Bombenangriff schwer beschädigt. Restauratoren benötigten mehr als 20 Jahre, um das Anwesen wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Schloss Charlottenburg heute

Das Alte Schloss und der Neue Flügel beherbergen zahlreiche Prunksäle. Deren Interieur spiegelt den Stil verschiedener Epochen wider, da jeder Bewohner die Innenausstattung des Schlosses den jeweiligen Standards seiner Zeit anpasste.
Das sogenannte Porzellankabinett befindet sich ebenfalls im Schloss. In dieser Räumlichkeit kann eine üppige Sammlung prächtigen Geschirrs bewundert werden. Porzellan galt zu Zeiten Friedrichs II. als Luxusgut und stellte ein beliebtes Sammelobjekt dar.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, die ehemaligen Gemächer der Königsfamilie zu besichtigen.
Das Museum zeichnet sich nebstdem durch seine beeindruckenden Kunstsammlungen aus. Besonders hervorzuheben ist diejenige von französischen Malereien des 18. Jahrhunderts – die Größte außerhalb Frankreichs.

Erwähnenswert ist außerdem der wunderschöne Barockgarten, der das Schloss umgibt und allemal zu einem kurzen Spaziergang einlädt.
In ihm können einige architektonische Schmuckstücke besehen werden.
Beispielsweise das Mausoleum, in welchem sich die sterblichen Überreste von Königin Luise und ihrem Gemahl, Friedrich III., befinden; der Neue Pavillon, in dem gegenwärtig verschiedene Gemälde ausgestellt sind oder das Belvedere, welches als Aussichtspavillon diente und derzeit die Porzellansammlung Berlins in sich birgt.

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