Das Oderbruch

Das Oderbruch erstreckt sich entlang der Oder im Bundesland Brandenburg und Polen. Der Wortteil „Bruch“ ist wohl am ehesten mit Sumpf oder Moor zu übersetzen. Ausgesprochen wird es mit langem „u“. Tatsächlich kämpfte dieses Gebiet auch heute noch mit Überschwemmungen und Hochwasser.

Dieses Binnendelta der Oder ist knapp 60 Kilometer lang und misst eine Breite zwischen 12 und 20 Kilometer. Geografisch gesehen liegt die Gegend zwischen den nordwestlichen Städten Bad Freienwald und Oderberg und Lebus im Südosten.
Die Warthe, zweitgrößter Zustrom nach der Oder und parallel der größte Nebenfluss der Oder, mündet etwa zehn Kilometer nach deren Zutritt ins Oderbruch ein.
Eine Begrenzung im Westen findet durch das Lebuser Land und die Hochflächen des Barnim statt. Im Gegenzug bildet die östliche Begrenzung die Wartheniederung und das Neumärkische Hügelland. In deren Hanglage sind die Städte Seelow und Wriezen angesiedelt.
Das Oderbruch weist eine Gesamtfläche von 920 km² auf.

In den Jahren 1991 bis 1994 wurde im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands eine Umstrukturierung der Landwirtschaft vollbracht. Viele betriebliche Neugründungen wurden vorgenommen. Seit nunmehr beinahe zwanzig Jahren hat sich die Ökonomie gefestigt. Neben dem Tourismus stellt die Landwirtschaft nun den dominierenden Wirtschaftszweig dar.

Das Oderbruch offenbart seine Reize in erster Linie in seiner Landschaft. Aber auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, welche sich quer über das Areal erstrecken, locken Touristen an.
Für Familien mit Kindern bietet sich unter anderem das Wildgehege oder auch der lehrreiche Waldlehrpfad in Wriezen an.

Zu einem der beliebtesten Ausflugsziele zählt das Schloss Gusow, der Dom des Oderbruchs in Neuküstrinchen oder auch die Ruine der Marien-Kirche.
Im Wriezener Ortsteil Jäckelsbruch gilt es, den Marktbrunnen mit seinen aufsehenerregenden Details zu bewundern.
Das Hochwassergebiet bei Neuranft bekam sogar ein eigenes Hochwasserdenkmal, welches sich „Flutzeichen“ nennen darf. Erschaffen wurde es von dem Künstler Matthias Körner. Das Werk soll die Balance der Energie zwischen Natur und Mensch ausdrücken.
Eine Wassermühle, erstmals im Jahre 1788 urkundlich erwähnt, ist in Hohenfinow zu bewundern. In dieser Mühle wurde bis Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts überwiegend Getreide gemahlen.
Zwischen der polnischen Grenze, nahe der B158, und Bad Freienwalde liegt der Bruchsee. Während eines Dammbruchs der Alten Oder entstand dieser Badesee. Er ist umringt von zahlreichen Bäumen und landschaftlich sehr reizvoll. Direkt nebenan ist ein Festplatz – ideale Plattform für Veranstaltungen.

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