Das Havelland

Das Havelland: die Heimat des Herrn von Ribbeck aus dem bekannten Gedicht von Theodor Fontane ist für ihre natürliche Schönheit und die Gastfreundlichkeit ihrer Bewohner bekannt. Der im Herzen Brandenburgs gelegene und von der Havel, dem längsten rechtsseitigen Nebenfluss der Elbe, umflossene Landkreis zwischen Premnitz im Westen und Oranienburg im Osten hat eine lange Geschichte.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Havellands

Obwohl das Havelland erst am 6. Dezember 1993 als Folge einer Kreisgebietsreform ein eigenständiger Landkreis geworden ist, beginnt die Geschichte der Region bereits an der Wende vom ersten zum zweiten Jahrtausend. Damals war die im Süden des heutigen Landkreises gelegene Stadt Brandenburg an der Havel, die heute gemeinsam mit Potsdam zu den größten und wohl auch bekanntesten Städten des Havellandes zählt, sowie die aus ihr hervorgegangene Mark Brandenburg die einzige größere Siedlung der Region.

Um ca. 929 eroberte der damalige König Heinrich I. die Mark und ließ knapp 20 Jahre später das Bistum Brandenburg gründen, welches damit das erste Bistum östlich der Elbe war. Einige Sakralbauten aus dieser Epoche, wie der Dom St. Peter und Paul, sind auch heute noch zu bewundern. Die Brandenburg selbst, die der Stadt ihren Namen gab, wurde bei den Kämpfen allerdings bis auf die Grundmauern niedergebrannt und existiert daher nur noch auf Bildern.

SacrowIn den folgenden Jahrhunderten blieb die Region von den preußischen Kurfürsten und ihren profanen und sakralen Bauwerken geprägt. Diese ließen prächtige Schlösser mit prunkvollen Gärten und Seen anlegen, wie z.B. das Schloss Caputh in der Gemeinde Schwielowsee. Zudem entstanden Kirchen und Klöster in der gesamten Region. Vor allem der Zisterzienserorden, der sich im Laufe des 13. Jahrhunderts in der Region ausbreitete, prägte die geistliche Landschaft. Die Klosterkirche in Lehnin ist ein Beispiel dafür. Aber auch die Dominikaner, die durch eine Schenkung des Markgrafen Otto V. die markgräfliche Residenz erhielten und diese zu dem Kloster St. Pauli umbauten, hinterließen ihre Spuren im Havelland.

Ein zentraler Teil der stolzen Vergangenheit der Region ist ihr wohl bekanntester Sprössling, der Dichter Theodor Fontane, in dessen Werken sie häufig Erwähnung findet. In seiner Geburtsstadt Neuruppin wurde ihm ein sehenswertes Denkmal errichtet.
Natur im Havelland
Natur im Havelland

Neben den Bauwerken aus Mittelalter und Renaissance, die vor allem in den Städten zu bewundern sind, bietet das Havelland seinen Besuchern einen reichen Schatz an natürlicher Schönheit. So ist der Naturpark Westhavelland nicht nur das größte Naturschutzgebiet Brandenburgs, sondern beherbergt zugleich das größte zusammenhängende Feuchtgebiet des europäischen Binnenlandes. Zahlreiche Seen sowie der Havellandradweg runden das Landschaftsbild ab und laden zu idyllischen Ausflügen ein.

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