Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel ist die älteste Stadt im Bundesland Brandenburg und blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Sie entstand einst als Doppelstadt. Die heutigen Stadtteile, die Altstadt bzw. die Neustadt, waren einst zwei selbständige Städte, deren Gründungen nur 26 Jahre auseinander lag, die jedoch lange Zeit zwei selbständige Städte darstellten.

Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Brandenburg siedelten ab dem 6. Jahrhundert slawische Stämme. König Heinrich I. eroberte 928/929 die auf der Dominsel befindliche Burg der slawischen Herrscher, der Heveller. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes ist datiert auf das Jahr 948. König Otto I. errichtete seinerzeit den Bischofssitz Brandenburg. Während des Slawenaufstandes 983 konnten die Heveller die Burg zurückerobern. Der letzte slawische Herrscher Brandenburgs war der Hevellerfürst Pribislaw-Heinrich. Nach dessen Tod ging das Land 1150 durch einen Erbvertrag an den Markgrafen Albrecht der Bär, der die Mark Brandenburg begründete. Bereits in jener Zeit entstanden Teile der Altstadt, welche bis heute erhalten geblieben sind. Die erste urkundliche Erwähnung als Stadt ist für das Jahr 1170 belegt.

Brandenburg, Ende des zwölften Jahrhunderts de facto mit der Altstadt und der Neustadt aus zwei getrennten Kommunen bestehend, war als Bischofssitz und Fernhandelsstadt das Zentrum zwischen Oder und Elbe. Die Neue Stadt Brandenburg wurde erstmalig im Jahre 1196 – also 26 Jahre nach der Alten Stadt erwähnt.

Mit der Reformation und der Angliederung ans Kurfürstentum Brandenburg verloren die beiden Städte ihre wichtige Stellung, insbesondere durch den Aufstieg Berlins. Der 30jährige Krieg dezidierte die Bevölkerung deutlich. 1717 wurden die beiden Städte verwaltungsrechtlich zusammengelegt, das Zusammenwachsen der vormals eigeneständigen Kommunen erwies sich jedoch als langwieriger Prozess.

Brandenburg bietet seinen Besuchern viel Interessantes und Sehenswertes. Bedeutende Sakralbauwerke wie Domkirche St. Peter und Paul, St. Katharinenkirche, Dominikanerkloster und Kirche St. Pauli sowie die Nikolaikirche zeugen auf beeindruckende von der langen Geschichte der Stadt. Auf dem Neustädter Marktplatz befindet sich der Roland, der seinerzeit als Zeichen von städtischer Eigenständigkeit und wirtschaftlichem Wohlergehen stand. Ein schönes Beispiel für die Backsteingotik im 15. Jahrhundert ist das Altstädtische Rathaus.

In Brandenburg an der Havel gibt es eine Vielzahl Museen. Geschichtsinteressierten Gästen sei ein Besuch des Archäologischen Landesmuseums im Paulikloster empfohlen. Das Stadthistorische Museum befindet sich im Frey-Haus. Im ehemaligen Stahl- und Walzwerk Brandenburg, das als letztes Stahlwerk in Westeuropa bis 1993 in Betrieb war, ist das Industriemuseum Brandenburg untergebracht. Auch mit einer botanischen Besonderheit kann Brandenburg aufwarten. Die Zypressenallee ist einzigartig in Europa, die ersten Zypressen wurden bereits 1841 gepflanzt.

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