Aquarium Berlin

Das 1913 eröffnete Aquarium Berlin wurde nach seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg vollständig neu aufgebaut und erweitert. Mit einer großen Vielfalt an Tierarten gehört es zu den führenden Aquarien weltweit.

Das im Stadtteil Tiergarten beheimatete Aquarium beherbergt in Süß- und Salzwasser lebende Tiere ebenso wie Insekten, Amphibien und Reptilien.

Geschichte des Aquariums Berlin

Die Ursprünge des Aquariums reichen bis Alfred Brehm zurück, dessen 1869 gegründetes „Aquarium unter den Linden“ im Jahr 1910 aus ökomischen Gründen geschlossen wurde. Erst nach langwierigen Verhandlungen und mehrjähriger Bauzeit wurde 1913 ein 53 Meter langes und 35 Meter breites, dreigeschossiges Gebäude fertiggestellt. Eine besondere Attraktion bot die Krokodilhalle, die mit einer von den Besuchern begehbaren Hängebrücke ausgestattet wurde.

Das unterste Geschoß waren vornehmlich den Süß- und Salzwasserfischen vorbehalten, während in der ersten Etage Amphibien und Reptilien und im obersten Stockwerk u. a. Insekten besichtigt werden konnten.

Die Anzahl der im Aquarium Berlin untergebrachten Arten nahm schnell zu: Während das Aquarium zum Zeitpunkt seiner Eröffnung im Jahr 1913 400 verschiedene Arten aufwies, befanden sich 1939 über 8.500 Tiere aus fast 750 Arten in seiner Obhut. Bei einem Bombenangriff wurde das Aquariumsgebäude im November 1943 allerdings weitgehend zerstört.

Nach 1945 erfolgte der mühsame Wiederaufbau des Aquariums Berlin aus Kostengründen auf dem intakt gebliebenen Kellergeschoß des ehemaligen Gebäudes. Ab 1952 war die Besichtigung von Salz- und Süßwasserbewohner im Erdgeschoß wieder möglich. Vier Jahre später wurden die Krokodilhalle und der für die Schlangen vorgesehene Gebäudebereich sowie 1959 schließlich das Insektarium fertiggestellt. Bereits 1968 verfügte das Aquarium Berlin wiederum über die weltweit größte Artenvielfalt.

Erforderlich werdende Sanierungsarbeiten am Gebäude des Aquariums führten dazu, dass einige Tiere für längere Zeit ausgelagert werden mussten und das Aquarium für Besucher nicht vollständig zugänglich war. Erst 1983 konnte die Sanierung abgeschlossen werden.

1980 wurde ein achteckiger Anbau fertiggestellt, der in fünf großen Becken die Tier- und Pflanzenwelt ausgewählter Lebensräume zeigt. Zwei Becken befassen sich mit der Welt der Korallen, zwei weitere bilden südamerikanische Fluss-Biotope nach und das fünfte Becken zeigt die Flora und Fauna südostasiatischer Gewässer.

Der Tierbestand im Aquarium Berlin

Das Aquarium Berlin hält aktuell etwa 13.000 Tiere aus über 1.000 Arten, zu denen neben Meerestieren und Süßwasserfischen verschiedenste Amphibien und Reptilien sowie zahlreiche Gliedertiere gehören.

Das Aquarium Berlin sieht seine Aufgabe nicht nur in der Tierhaltung, sondern auch in der Nachzucht, da die Lebensräume zahlreicher Tiere gefährdet und viele Arten vom Aussterben bedroht sind. Das Aquarium bemüht sich insbesondere um die komplizierte Aufzucht von Korallen und dort beheimateter Fische sowie von Quallen.

Im Aquarium Berlin befinden sich nicht zuletzt auch 250 verschiedene Pflanzenarten, die von großer Bedeutung für die Nachbildung der natürlichen Lebensräume der im Aquarium befindlichen Tiere sind.

Das Aquarium führt für Schulkassen aus Berlin kostenlose Führungen durch. Grundsätzlich können die meisten Führungen auch in englischer Sprache angeboten werden. Eine Spezialität stellt die Junior-Zoo-Universität dar, die für Schüler fünfter und sechster Klassen konzipiert ist.

Nicht nur die beeindruckende Artenvielfalt des Berliner Aquariums, sondern z. B. auch die besonderen Angebote für Schüler machen das Aquarium zu einem sehr beliebten Ausflugsziel.

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