Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt ist bekannt als Naturforscher und Humanist. Er gilt als Begründer der heutigen Naturwissenschaften mit ihren zahlreichen Zweigen. Dazu gehören unter anderem de physische Geographie, die Klimatologie und auch die Gebirgsforschung. Sein Forschungsschwerpunkt galt der Wechselwirkung zwischen Lebewesen und Umwelt. Von heute noch aktueller Bedeutung sind seine Arbeiten zum Erdmagnetismus und zu allgemeineren Themen der heutigen Geowissenschaft. Seine beiden Hauptwerke sind „Ansichten der Natur“ und das noch bekanntere „Kosmos“. Wissenschaftlich beachtet wurde Alexander von Humboldt vor allem für sein mehrbändiges amerikanisches Reisewerk und seine Abhandlung über seine Reise nach Russland und Sibirien.

Als zweiter wissenschaftlicher Entdecker ist er besonders durch seine 11 jährige Lateinamerikareise Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eingegangen. Als Humanist engagierte er sich gegen Ausbeutung in jedweder Form. In Lateinamerika ist sein Name auch heute noch eng mit nationaler und sozialer Freiheit verbunden. Als größte Errungenschaft gilt sein 1857 in Preußen durchgesetztes Gesetz, dass jeder Sklave, der preußischen Boden betritt ab sofort frei sei.

Alexander von Humboldt folgte dem humanistischen Ideal Bildung und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen. Aus diesem Grund hielt er in den Jahren 1827 und 1829 populärwissenschaftliche Vorträge, die dem ganzen Volk kostenlos zugänglich waren. Seine Denkweise charakterisiert am besten ein Zitat von Alexander von Humboldt selbst: „Mit Wissen kommt das Denken und mit dem Denken der Ernst und die Kraft in die Menge.“ Das Hauptziel des Wissenschaftlers war es für eine Verbreitung der wissenschaftliche Kenntnisse zu kämpfen. Diese sollte auch dem einfachen Volk zugänglich gemacht werden und nicht nur innerhalb der intellektuellen Schichten als unantastbares Geisteseigentum verbleiben.

Alexander von Humboldt wurde 1769 in Berlin geboren. Er ist der Bruder von Wilhelm Humboldt, dem bekannten Sprachforscher, der später als Gründer der heutigen Humboldt-Universität in Berlin in die Geschichte einging. Alexander von Humboldt studierte Kameral- und Altertumswissenschaften bevor er sich schwerpunktmäßig den technologischen Studien widmete. Insbesondere Medizin, Physik und Mathematik waren die Disziplinen mit denen er sich beschäftigte. Er reiste viel, es handelte sich zumeist um Studienreisen: Lateinamerika, Russland, Kanaren und viele andere Ziele. Die Reisen wertete er alle wissenschaftlich aus. Seinen Wohnsitz hatte Alexander von Humboldt wechselnd in Paris und Berlin, wo er 1859 starb. Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ porträtiert Alexander von Humboldt und schaffte ihm ein lebendiges Denkmal. Aber auch seine Popularität in Lateinamerika schuf ihm viele Denkmäler. Unter anderem wurde eine aus Norden kommende Meeresströmung an der Westküste Südamerikas nach Alexander von Humboldt benannt – der Humboldtstrom.

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